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Zur "Polemik" Die revisionistische Linie des 20. Parteitags der KPdSU ( 1956) und die grundlegenden Fehler der berechtigten Kritik der KP Chinas 1963

Rot Front Nr.11-12-13-14

Zur "Polemik" Die revisionistische Linie des 20. Parteitags der KPdSU ( 1956) und die grundlegenden Fehler der berechtigten Kritik der KP Chinas 1963

Zur „Polemik”

Die revisionistische Linie des XX. Parteitags der KPdSU (1956) und die grundlegenden Fehler der berechtigten Kritik der KP Chinas (1963)

•   Die Bedeutung der Prinzipien des wissenschaftlichen Kommunismus

•   Das Schema vom „friedlichen und nichtfriedlichen Weg” widerspricht dem wissenschaftlichen Kommunismus

•   Über die Epoche des Imperialismus und der proletarischen Revolution

•   Zu den Aufgaben und Zielen der Revolution in abhängigen, in kapitalistisch entwickelten und in sozialistischen Ländern

•   Zur Geschichte und zur Methode des Kampfes gegen den modernen Revisionismus

628 Seiten, 23 EUR

Vor 40 Jahren wurde der „Vorschlag zur Generallinie der internationalen kommunistischen Bewegung” der KP Chinas veröffentlicht:

Warum das Studium der Geschichte des Kampfes gegen den Chruschtschow-Revisionismus von höchster Aktualität ist.

Als 1958 Chruschtschow auf dem XX. Parteitag der KPdSU verkündete, der Imperialismus könne „friedlich sein Wesen” ändern, man müsse nur möglichst nett zu ihm sein, dann würde er schon milder werden und „könne überwunden werden”, Stalin wäre viel zu hart gegen den Imperialismus vorgegangen, er wäre ein „Idiot und Verbrecher” gewesen, da jubilierte das ganze imperialistische Lager in einer heute für viele unvorstellbaren Art und Weise.

Chruschtschow ließ sich in den imperialistischen Medien feiern. Die im Kampf gegen den Na­zifaschismus und den Weltimperialismus erfahrenen Kommunistischen Parteien in der ganzen Weit waren zunächst – so schien es – alle vollständig gelähmt: Chruschtschow und Kennedy Arm in Arm, Versprechungen über Versprechungen, Lügen über Lügen!

Sieben Jahre dauerte es, sieben sehr lange Jahre mit vielen Verhandlungen und Konferenzen zwischen den Kommunistischen Parteien, sieben Jahre voller Erklärungen, daß sich angeblich alle einig wären, bis endlich im Juni 1963 die KP Chinas wie mit einem Donnerschlag die ganze Atmosphäre der faulen, dem revisionistischen Vormarsch dienenden „Einheit” durch ein öf­fentlich verbreitetes Dokument in Frage stellte: den „Vorschlag zur Generallinie der interna­tionalen kommunistischen Bewegung”.


Inhaltsübersicht

Teil A: Die Bedeutung der Prinzipien des wissenschaftlichen Kommunismus

  1. Der Angriff der Chruschtschow-Revisionisten auf die Theorie und die Prinzipien des wissenschaftlichen Kommunismus
  2. Einige Lehren aus den Werken der Klassiker des wissenschaftlichen Kommunismus über die Bedeutung der Verteidigung der Prinzipien und zur Frage des Dogmatismus
  3. Die Antwort der KP Chinas auf die Verfälschungen der Prinzipien des wissenschaftlichen Kommunismus durch die Chruschtschow-Revisionisten

Teil B: Das Schema vom „friedlichen und nichtfriedlichen Weg” widerspricht dem wissenschaftlichen Kommunismus

  1. Die Thesen der Chruschtschow-Revisionisten über den „friedlichen Weg” und der Kampf der KP Chinas dagegen (Überblick)
  2. Einige grundsätzliche Lehren des wissenschaftlichen Kommunismus über die Notwendigkeit der gewaltsamen Zerschlagung des alten Staatsapparates und die Vorbereitung des bewaffneten Kampfes der Volksmassen
  3. Mit welchem Verständnis sprachen Lenin und Stalin von der ausnahmsweisen Möglichkeit einer „friedlichen Entwicklung” der Revolution?
  4. Kritik der falschen und unzulänglichen Stellungnahmen der KP Chinas zur Frage des Weges der Revolution

Teil C: Über die Epoche des Imperialismus und der proletarischen Revolution

  1. Kräfte und Verlauf der proletarischen Weltrevolution (Über die falschen Theorien über die „Hauptkräfte der Weltrevolution” und deren Wurzeln)
  2. Kräfte der internationalen Konterrevolution (Über die falsche Theorie eines „internationalen Hauptfeindes” und deren Wurzeln)

Teil D: Zu den Aufgaben und Zielen der Revolution in abhängigen, in kapitalistisch entwickelten und in sozialistischen Ländern

  1. Über die Linie der KP Chinas zu den Aufgaben des Proletariats in den halbkolonialen, halbfeudalen und abhängigen Ländern
  2. Über die Linie der KP Chinas für die „imperialistischen und kapitalistischen Länder”
  3. Über die Linie für die Länder der proletarischen Diktatur: Zur Frage des Klassenkampfes bis hin zum Kommunismus

Teil E: Zur Geschichte und zur Methode des Kampfes gegen den modernen Revisionismus

  1. Zur Geschichte des Kampfes gegen den modernen Revisionismus
  2. Über die Methode im Kampf gegen den modernen Revisionismus und ihr Verhältnis zur Methode des Leninismus

Zusammenfassende Einschätzung

Die wesentlichen, grundlegenden Fragen der programmatischen, strategischen und auch taktischen Arbeit der kommunistischen Bewegung wurden zur Debatte gestellt, die revisionistischen Ansichten (zunächst von Chruschtschow, dann später von Breschnew etwas modifiziert vorgetragen) wurden kri­tisiert und angeprangert. Die eigenen Vorstellungen kommunistischer Theorie und Praxis wurden öf­fentlich formuliert: Fragen der inhaltlichen Bestimmung des Kommunismus, der Diktatur des Proletari­ats und der sozialistischen Demokratie, Fragen des Kampfes gegen den europäischen Chauvinismus, einer ersten Zurückweisung der übelsten Verleumdungen Stalins, Fragen der Ablehnung der Theorie des „friedlichen Weges” und der Verabsolutierung der „friedlichen Koexistenz mit dem Imperialismus” wurden im „Vorschlag” und in den folgenden neun „Kommentaren” aufgeworfen. In vielen Fällen wurden sie treffend und glänzend behandelt, in anderen Fällen – auch in sehr wesentlichen Fragen -noch halbherzig und zu kompromißlerisch angepackt.

Aber diese Fragen wurden offen angeschnitten, der Kampf gegen den Chruschtschow-Revisionismus war öffentlich begonnen worden. Damit wurden den modernen Revisionisten empfindliche Schläge versetzt. Für die wirklich kommunistischen Kräfte in aller Welt waren die Dokumente der „Polemik” das Signal, in die längst überfällige Offensive zu gehen. Der revolutionäre Geist der Polemik, ihre mo­bilisierende und begeisternde Wirkung war für sie eine wichtige Kraftquelle, mit dem Legalismus und Reformismus der modernen Revisionisten zu brechen.

Das sind die unbestreitbaren Verdienste der von der KP Chinas geführten „Großen Polemik”.

Gleichzeitig haben der „Vorschlag” und die „Kommentare” unbestreitbar aber auch teilweise gravie­rende Mängel und Fehler, von denen hier nur einige genannt werden sollen:

  • Im „25-Punkte-Vorschlag” und in den Kommentaren hat die KP Chinas den „friedlichen parla­mentarischen Weg” nicht prinzipiell als revisionistisches Konzept gebrandmarkt, sondern propagierte selbst die angebliche Notwendigkeit, sich auf „zwei Wege”, nämlich den friedlichen und den gewalt­samen, vorzubereiten.
  • Der Kampf des internationalen Proletariats und der Völker der Welt wurde fälschlicherweise haupt­sächlich auf den damals stärksten Imperialismus, nämlich auf den US-amerikanischen, konzentriert und nicht gegen das gesamte imperialistische Weltsystem.
  • Entgegen den Prinzipien des wissenschaftlichen Kommunismus, die lehren, daß die Zielscheibe der Revolution in den abhängigen, halbkolonialen Ländern sowohl der Imperialismus als auch die feudali­stischen Verhältnisse sein muß, propagierte die KP Chinas statt einer tiefgehenden Agrarrevolution lediglich eine „Bodenreform” und schürte Illusionen in die angebliche Unabhängigkeit der ,jungen Nationalstaaten”.
  • Zwar wurde die Diktatur des Proletariats gegen das revisionistische Konzept des „Staats des ganzen Volkes” verteidigt, aber die KP Chinas verstand nicht wirklich die Notwendigkeit der von Lenin und Stalin erklärten Verschärfung des Klassenkampfes zur Festigung der Diktatur des Proletariats, die Notwendigkeit der Ausweitung und Vertiefung des Klassenkampfes beim Aufbau des Sozialismus, auch und gerade nach der weitgehenden Schaffung sozialistischer Produktionsverhältnisse im ganzen Land, nach der Liquidierung der Bourgeoisie als Klasse.
  • Die KP Chinas wandte sich zwar gegen die völlige Verdammung Stalins durch die modernen Revi­sionisten, kritisierte ihn in der Frage des Klassenkampfes unter der Diktatur des Proletariats und eini­gen anderen Fragen aber selbst mit falschen Positionen.

Mit ihrem „25-Punkte-Vorschlag” hat die KP Chinas die kommunistische Weltbewegung aber nicht einfach vor vollendete Tatsachen gestellt. Die KP Chinas unterbreitete den „25-Punkte-Vorschlag” zu­mindest formal als Vorschlag, als eine Diskussionsgrundlage. Es bestand also für die kommunistischen Kräfte aller Länder die Möglichkeit, in einer tiefgehenden kritischen und offenen Auseinandersetzung mit dem „Vorschlag”, gestützt auf die Prinzipien des wissenschaftlichen Kommunismus, seine Halb­heiten und Fehler zu überwinden und eine gemeinsame prinzipienfeste Plattform auszuarbeiten.

Doch solch eine breite, internationale öffentliche Debatte der kommunistischen Kräfte der ganzen Welt wurde nicht wirklich entfaltet. Zum einen lag das daran, daß die KP Chinas oder auch die Partei der Arbeit Albaniens die Organisierung einer solchen internationalen Debatte aller wirklich kommuni-

stischen Kräfte nicht in die Hand genommen hatte. Zum anderen lag es aber auch daran, daß sich quasi alle antirevisionistischen Kräfte, die sich neu formierenden kommunistischen Organisationen und Par­teien durch das wütende Geifern der Revisionisten gegen den „Vorschlag” dazu verleiten ließen, ihn völlig unkritisch zu übernehmen, ihn geradezu als fertiges Programm zu verwenden, das vorbehaltlos anzuerkennen war. Mit dieser Herangehensweise war es natürlich nicht möglich, die Fehler und Halb­heiten des „Vorschlags” und deren Ursachen aufzudecken, zu korrigieren, um wirklich auf der ganzen Linie mit dem modernen Revisionismus zu brechen.

So blieb es über die Jahrzehnte hinweg dabei, daß eine für die feste Einheit der kommunistischen Weltbewegung lebensnotwendige allseitige kommunistische Antwort auf die Herausforderung des mo­dernen Revisionismus, eine wirklich prinzipienfeste Plattform der kommunistischen Weltbewegung nicht existierte.

Das historische Versäumnis der Kommunistinnen und Kommunisten in ihrem Kampf gegen den mo­dernen Revisionismus, den „Vorschlag” nicht gründlicher kritischer Prüfung vom Standpunkt der Leh­ren von Marx, Engels, Lenin und Stalin zu unterziehen, seine Inkonsequenzen, Halbheiten und direkten Fehler nicht aufzudecken und zu korrigieren, führte dazu, daß seine Mängel und Fehler ein Einfallstor für diverse falsche Auffassungen wurden, ja daß zum Teil direkte Anknüpfungspunkte und Brücken zu neuen Spielarten des modernen Revisionismus wie die „Drei-Welten-Theorie” Deng Hsiao-pings nicht nur unangetastet blieben, sondern, besonders zunehmend ab Beginn der 70er Jahre, ihre gefährli­chen Wirkungen entfalten konnten.

* * *

Aber heute, lohnt es sich heute, über vier Jahrzehnte danach, überhaupt noch, sich intensiv mit den Dokumenten der „Großen Polemik” zu beschäftigen? Wir sagen eindringlich —ja!

Die im „Vorschlag” und in der ganzen „Polemik” aufgeworfenen Fragen sind heute ebenso aktuell wie damals. Aber nicht nur das: Nicht nur die Folgen der revisionistischen Ideen Chruschtschows, Bre­schnews und Konsorten, der Niedergang einer weltweit existierenden mächtigen, revolutionären kom­munistischen Bewegung sind heute spürbarer denn je. Auch die revisionistischen Ideen selbst, die Mentalität des Opportunismus in all seinen Spielarten, die sogenannten „Theorien” des Revisionismus, vor allem die verheerende Vorstellung eines angeblich „friedlichen Überwindens” des Imperialismus sind heute deutlich feststellbar.

Und nicht zuletzt die Praxis der modernen Revisionisten, in ehemals sozialistischen Ländern ein Re­gime des staatlich organisierten Kapitalismus, der staatlich organisierten Ausplünderung und Unter­drückung der Mehrheit der ausgebeuteten und werktätigen Menschen zu etablieren, um sie dann auch weitgehend und direkt an das westliche Finanzkapital zur neokolonialistischen Ausplünderung zu über­geben, ist eines der Probleme der revolutionären Kräfte. Denn die wirklich kommunistischen Kräfte müssen nicht nur den Kapitalismus, das imperialistische System vernichten, sondern auch Vertrauen in eine sozialistische, kommunistische Zukunft als Ziel der sozialistischen Revolution schaffen.

Wir können den Revisionismus nur bekämpfen, indem wir in allen Fragen, in Fragen der Geschichte, der Gegenwart und der Zukunft, all den revisionistischen Verwässerungen, Verfälschungen und Ver­einfachungen klare programmatische Grundlagen, wirklich kommunistische Fundamente entgegenstel­len. Grundlage dafür müssen sein die im „Manifest der Kommunistischen Partei” von Marx und Engels geschaffene Basis, die Theorie und Praxis der sozialistischen Oktoberrevolution, die grundlegenden Schriften von Lenin und Stalin, die grundlegenden Dokumente der Kommunistischen Internationale und der von den Kommunistischen Parteien geführten revolutionären Kräfte der ganzen Welt. Nur so kann eine wirklich solide – nicht eine oberflächliche und an Augenblicksinteressen orientierte – dauer­hafte Zusammenarbeit der revolutionären, kommunistischen Kräfte der ganzen Welt geschaffen wer­den. Nur so kann der Mentalität des Opportunismus, der Theorie und Praxis der sich ständig neu ver­kleidenden Revisionisten erfolgreich der Krieg erklärt werden, nur so läßt sich der Revisionismus be­kämpfen und besiegen, um gemeinsam das Ziel im Kampf gegen den Weltimperialismus, den Kommu­nismus zu erringen.

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