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Warum die kritische Analyse der Kämpfe der Arbeiterinnen und Arbeiter in West/Deutschland nach 1945 notwendig ist:

Aus den Erfahrungen der Kämpfe der Arbeiterinnen und Arbeiter in West/Deutschland für künftige Kämpfe lernen!

Warum die kritische Analyse der Kämpfe der Arbeiterinnen und Arbeiter in West/Deutschland nach 1945 notwendig ist:

Warum die kritische Analyse der Kämpfe der Arbeiterinnen und Arbeiter in West/Deutschland nach 1945 notwendig ist:
Aus den Erfahrungen der Kämpfe der Arbeiterinnen und Arbeiter in West/Deutschland für künftige Kämpfe lernen!
12/97 Dezember 1997 <br/>
Während der deutsche Imperialismus international auf dem Vormarsch ist bei der Ausbeutung und Knechtung anderer Völker sowie bei der Rivalität mit den anderen imperialistischen Großmächten, verschärft dieser zugleich die Ausbeutung und Unterdrückung auch hierzulande, verschlechtert sich die wirtschaftliche und soziale Lage der breiten Masse der Arbeiterinnen und Arbeiter sowie der anderen Ausgebeuteten auch in Deutschland. In den letzten Jahren haben Arbeiterinnen und Arbeiter sowie andere Werktätige immer wieder gezeigt, daß sie nicht bereit sind, dies alles kampflos hinzunehmen. Tatsache ist aber ebenso, daß es der DGB-Führung und all den anderen Lakaien des Kapitals immer wieder und sogar mit ganz ähnlichen Methoden und Manövern gelingen konnte, Kämpfe, ja ganze Kampfbewegungen abzuwürgen bzw. in die Niederlage zu führen.
Um in ihrem Kampf wirklich voranzukommen, müssen die revolutionären Arbeiterinnen und Arbeiter unter Führung ihrer Kommunistischen Partei die Summe der Erfahrungen ihrer Kämpfe, international und in einem jeden Land, verarbeiten und die Lehren daraus ziehen. Dies schließt auch die Analyse der Kämpfe der Arbeiterinnen und Arbeiter in Deutschland bzw. Westdeutschland ein. Es ist auf weitere Sicht undenkbar, daß Kader ohne profunde Kenntnisse dieser Erfahrungen, ohne selbst die entscheidenden Lehren daraus zu verstehen und propagieren zu können, die Fortgeschrittensten des Proletariats für den Kommunismus, für die Kommunistische Partei gewinnen können.
In frischer Erinnerung sind bei vielen die Kämpfe der letzten fünf Jahre. Im Februar 1996 haben die Arbeiterinnen und Arbeiter der Vulkan-Werften in Bremen und Bremerhaven die Werft besetzt. Im Juni 1996 protestierten Hunderttausende gegen das Sozialabbauprogramm der Bundesregierung. Im September 1996 streikten und demonstrierten Hunderttausende gegen die Kürzung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall Im Frühjahr 1997 protestierten Zehntausende Bergarbeiter und Stahlarbeiter gegen drohende Massenentlassungen. Viele wissen auch noch, daß die ÖTV-Führung den Streik der Arbeiterinnen und Arbeiter sowie Angestellten im öffentlichen Dienst im April 1992 abwürgte, indem sie sich unverschämt über das eindeutige Ergebnis der Urabstimmung hinwegsetzte, in der mit Mehrheit das Verhandlungsergebnis der Gewerkschaftsführung abgelehnt und die Fortführung des Streiks beschlossen worden war.
Einigermaßen bekannt ist auch noch, daß es 1993 die Kali-Arbeiterinnen und Arbeiter in Bischofferode in der Ex-DDR waren, welche ohne und gegen die “zuständige” Gewerkschaftsführung mehr als ein Jahr lang die Kali-Mine “Thomas Müntzer” besetzt hatten.
mann fanden. Nicht nur die unmittelbar betroffenen Arbeiter kämpften, sondern nahezu die gesamte werktätige Bevölkerung des Orts führte damals eine Fülle kämpferischer Aktionen durch. Nicht vergessen ist aber auch, wie es den verschiedenen Arbeiterbürokraten schließlich in Rheinhausen doch gelang, einen der massivsten Kämpfe in Westdeutschland putschartig abzuwürgen.
Eine weitgehend bekannte Tatsache ist wohl auch noch, daß es 1984 über Monate hinweg eine breite Streikkampfbewegung für die 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich gab, an der vor allem Metallarbeiterinnen und -arbeiter, aber auch Drukkerinnen und Drucker beteiligt waren. Trote der Kampfentschlossenheit vieler Arbeiterinnen und Arbeiter und vieler einzelner kämpferischer Aktionen hatten die DGB-Führer und ihr bestochener arbeiteraristokratischer Anhang von Anfang an die Initiative in diesem Lohnkampf, dessen Erfolg sie mit ihrer Abwiegelungstaktik, Verbreitung von Legalismus sowie auch chauvinistischer Hetze weitgehend verhinderten. Statt 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich wurden nur teilweise Arbeitszeitverkürzungen erreicht und “flexiblere Arbeitszeiten” festgeschrieben, die für die Kapitalisten je nach “Konjunktur” vorteilhaft sind.
Einigermaßen bekannt sind schließlich auch die Proteste Hunderttausender Arbeiterinnen und Arbeiter gegen die Verschärfung des § 116 im Jahr 1986, welche die Wirkung des Aussperrungs terrors der Kapitalisten verstärkt (“kalt” Ausgesperrte sollen in der Regel kein Arbeitslosengeld mehr erhalten). Die Proteste, die klar unter der abwieglerischen Führung der DGB-Vorstände standen, konnten die Verschärfung des § 116 allerdings nicht verhindern.
Schon viel weniger wissen, daß im August 1983 die Werftarbeiter der AG Weser in Bremen und der HDW in Hamburg ein wichtiges Zeichen gesetzt hatten, als sie spontan und ohne die Gewerkschaftsführung in den Streik traten und in Bremen eine Woche und in Hamburg neun Tage lang die Werften besetzten, um gegen die geplante Schließung des Werks, d. h. gegen die Entlassungspläne zu protestieren.
Was für bedeutsame Kämpfe der Arbeiterinnen und Arbeiter gab es aber in den siebziger, sechziger und fünfziger Jahren? Die Kapitalisten und ihre Lakaien, die DGB-Führung und der DGB-Apparat, haben nicht das geringste Interesse, an die wichtigen Kämpfe 1969 bis Î973 zu erinnern, geschweige denn die wirklichen Erfahrungen dieser Kämpfe wahrheitsgemäß darzustellen. Denn aie Septemberstreiks 1969 ebenso wie die Welle spontaner Streiks 1973, darunter insbesondere der Fordstreik 1973, waren Streiks, àie ohne und gegen die Gewerkschaftsführung durchgeführt wurden. Das waren vielfach Streiks, bei denen gerade auch die Kampfkraft der Arbeiterinnen und Arbeiter aus anderen Herkunftsländern deutlich wurde, während sich andererseits die wirkliche Fratze der Arbeiteraristokraten als Gut in Erinnerung ist schließlich zumindest bei vielen klassenkämpferisch eingestellten Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern, daß vor genau zehn Jahren die Kämpfe der Arbeiterinnen und Arbeiter in den achtziger Jahren ihren Höhepunkt und ihre größte Zuspitzung in dem über 5 Monate dauernden Kampf Tausender Stahlarbeiter von Krupp-Rheinhausen 1987/88 gegen die Stillegungspläne von Krupp und MannesDieses Flugblatt ist eine Zusammenfassung der Analyse aus “Rot Front” Nr. 5, “Kampfe der Arbeiterinnen und Arbeiter in Westdeutschland 1949 – 1974″, Januar 1998

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