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Nachruf Am 10. März 2005 starb Genösse Albert Odenthal im Alter von 76 Jahren an seiner Krebserkrankung!

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Nachruf Am 10. März 2005 starb Genösse Albert Odenthal im Alter von 76 Jahren an seiner Krebserkrankung!

Nachruf Am 10. März 2005 starb Genösse Albert Odenthal im Alter von 76 Jahren an seiner Krebserkrankung!
Als verantwortlicher Genösse für das Organ “Gegen die Strömung” hat er über 30 Jahre lang seine Kraft inden Aufbau einer wirklich Kommunistischen Partei gesteckt. Noch im November 2004, diskutierte er intensiv mit bei der Erstellung der “Prüfsteine”, die auf der III. Parteikonferenz von “Gegen die Strömung” verabschiedet wurden. Sein Haß gegen den Kapitalismus, seine tiefe proletarisch-internationalistische Haltung, seine realistische Einschätzung der aktuellen Schwächen und des grundlegenden Potentials der Kämpfe der Arbeiterklasse, seine treffenden analytischen Bemerkungen angesichts rassistischer und nationalistischer Hetze, seine durch hartes Studium geschärfte Überzeugung von der Notwendigkeit des wissenschaftlichen Kommunismus werden uns fehlen.
Seine Jugend in der Nazi-Zeit erlebte Genösse Albert in Köln im Umfeld der “Edelweiß-Piraten”, angewidert von der HJ freute er sich Uber jeden in den letzten Jahren des Nazi-Regimes erschossenen NaziFunktionär in Köln. Nachdem er bei der Übergabe von Brotrationen an sowjetische Zwangsarbeiter denunziert worden war, erlebte er die Realität der Gestapo-Keller in Köln. Nach 1945 als Bauarbeiter beschäftigt, erlebte er die pervertierte “Entnazifizierung” in Westdeutschland als einen Prozeß, in dem sich die folternden Gestapo-Beamten gegenseitig bestätigten, die Gefangenen “immer höflich und korrekt” behandelt zu haben, und so im westdeutschen Polizeiapparat ihren Platz fanden.
Seine Bewunderung für den eigentlichen, hauptsächlichen Sieger über den Nazi-Faschismus, die sozialistische Sowjetunion und ihre Bevölkerung und Armee schläferte ihn nicht ein: Er sah deutlich, welchen bösen “friedlichen” und revisionistischen Weg die Totgeburt der “DKP” einschlug. Ersah, wie Stalin mit antikommunistischen Floskeln verleumdet wurde und die ehemals sozialistische Sowjetunion nun polizeistaatlich selbst kapitalistisch und imperialistisch als Konkurrent und nicht als Klassenfeind den anderen imperialistischen Großmächten gegenübertrat. Nun als Lagerarbeiter in Frankfurt am Main zuerst bei Horbach, dann bei Farben Hartmann tätig begann er jetzt gleichzeitig ein eigenes systematisches Studium und die kollektive Schulung der Schriften des wissenschaftlichen Kommunismus.
Am tiefsten beeindruckte ihn die Schrift “Was tun?” von W.l. Lenin: Die grundlegende Bedeutung des Kampfes gegen die Verfälschung des Marxismus, die überragende Rolle theoretischer Klarheit und überzeugender Beweisführung gegen “linkes” Stammtischgeschwätz, die unerläßliche, aber eben doch der Hauptsache der Vorbereitung der Revolution untergeordnete Bedeutung des hart geführten gewerkschaftlichen und demokratischen Tageskampfs und vor allem der klare Plan des Aufbaus einer gefestigten Kommuniustischen Partei, die in den Betrieben verankert ist – das waren Richtlinien für seine eigene Arbeit, Genösse Albert arbeitete nach Erreichung seiner Rente regelmäßig im Buch laden Georgi Dimitroff und verwickelte so manche Besucherin und manchen Besucher in spannende Diskussionen. Oft hörte er sehr lange nur zu -er hörte sehr genau zu- und entwickelt erst später seine von dem Verständnis des Klassenantagonismus geprägten Gedanken. Mit tiefem Respekt -geprägt von eigener Erfahrung und kritischer Solidarität- sorgte er sich um die demokratisch und revolutionär orientierten gefangenen Genossinnen und Genossen, die in den Kerkern in Spanien, Italien und der Türkei und nicht zuletzt in Deutschland einsitzen.
Sein Haß gegen die Nazis, den deutschen Imperialismus, den Kapitalismus mit all seinen Erscheinungen war körperlich spürbar.
Genösse Albert Odenthal war der Typ des sich stets weiterbildenden, bescheidenen kommunistischen Arbeiters, dessen Kampfgeist und Klassenbewußtsein vorbildlich waren.(…)

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