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Grußadresse anläßlich der 3. Parteikonferenz von "Gegen die Strömung":

An die am wissenschaftlichen Kommunismus orientierten Kräfte der ganzen Welt 30 Jahre nach der Gründung von "Gegen die Strömung" 1974 hat nun im November/Dezember 2004 die 3. Parteikonferenz stattgefunden.

Grußadresse anläßlich der 3. Parteikonferenz von "Gegen die Strömung":

Grußadresse anläßlich der 3. Parteikonferenz von “Gegen die Strömung”:
An die am wissenschaftlichen Kommunismus orientierten Kräfte der ganzen Welt 30 Jahre nach der Gründung von “Gegen die Strömung” 1974 hat nun im November/Dezember 2004 die 3. Parteikonferenz stattgefunden.
Wir denken, daß sich in diesen 30 Jahren drei Besonderheiten oder auch herausstechende Merkmale herausgebildet haben, die den Kampf und die Arbeit von “Gegen die Strömung” kennzeichnen:
Erstens wurde und wird sehr viel Zeit und Energie, viel Arbeit und Kampf darauf verwandt, den inneren Zusammenhang der kommunistischen Weltbewegung seit Marx und Engels, über die Oktoberrevolution und die Zeitspanne Lenins und Stalins gegen den Verrat der modernen Revisionisten wiederherzustellen, die “Beratung” mit Marx, Engels, Lenin und Stalin in den Vordergrund ideologischer Debatten zu stellen und in aktuellen Debatten diese Tradition und Kontinuität auch um den Preis zeitweiliger Isolierung eisern zu vertrelen.
Die wirklich umtässende Arbeit zur Sicherung dieser Kontinuitätslinic ist ein Wesensmerkmal der Arbeit von “Gegen die Strömung”, die nicht abgeschwächt werden darf, sondern verstärkt werden muß. Dies ist keineswegs nur eine theoretische Angelegenheit, sondern hängt vor allem mit der inneren Bindung an die weithistorischen Ereignisse der kommunistischen Kämpfe, mit der festen Überzeugung zusammen, diesen Weg weiterzugehen und keinen “neuen” Weg einschlagen 2u können, der nicht im Revisionismus und Opportunismus endet.
Zweitens haben wir den Anspruch, den inneren Zusammenhang zwischen kommunistischer Moral und Einsatzbereitschan, zwischen dem Haß auf den deutschen Imperialismus und dem proletarischen Internationalismus in den eigenen Reihen und nach außen herzustellen und zu propagieren. Dabei sitid wir uns der Langfristigkeit unserer Aufgaben bewußt, ohne jedoch angesichts der erfolgreichen Betrugs- und Verhetzungsmanöver der Bourgeoisie in kleinbürgcrlichpseudo-radikales Geschimpfe über die angebliche und angeblich nicht zu überwindende vollständige Verbür-gerhchung der Arbeiterinnen und Arbeiter in Deutschland zu verfallen, im Gegenteil halten wir ohne Kotau vor der Arbeiterklasse, wie sie heute ist, daran fest, daß es hier keine andere revolutionäre gesellschaftliche Kraft geben kann als die Mehrheit der Arbeiterklasse; wobei uns sehr wohl bewußt ist, daß genau hier die Schwierigkeiten liegen, daß in Deutschland zum Grundproblem des modernen Revisionismus das Gift des deutschen Chauvinismus hinzukommt.
Drittens ist die Intensivierung einer ernsthaften wissenschaftlichen Arbeit auf kommunistischer Grundlage zur Zerschlagung bürgerlich-imperialistischer Mythen, Geschichtsfälschungen und verschwiegener Verbrechen ein Merkmal der Arbeit von “Gegen die Strömung”. Dies ist um so dringender angesichts der bereits existierenden und noch zu erwartenden Stürme aus Geschichtsfälschungen und -lügen, gegen die wir unseren Möglichkeiten entsprechend gewappnet sein müssen, um argumentativ und überzeugend die Autorität des deutschen Imperialismus brechen.
Seit der 2 Parteikonferenz 1996-die I. Parteikonferenz fand 1989 statt – sind 8 Jahre vergangen, in denen der deutsche Imperialismus nach der Einverleibung der pseudosozialistischen DDR weiter auf seinem Weg des Militarismus und Revanchismus voranmarschiert.
Die Dokumente der 3. Parteikonferenz analysieren zunächst in einer Einleitung rückblickend die Veränderungen der internationalen Lage und der Lage in Deutschland in den letzten 15 bzw. vor allem in den letzten 8 Jahren. Ohne defätistisch die international und in Deutschland existierenden Aktionen des Widerstands zu verschweigen oder zu bagatellisieren, ist die realistische Bilanz, daß international der Weltimperialismus verstärkt auf dem Vormarsch ist, daß die Kriegsgefahr zwischen den imperialistischen Großmächten steigt und insbesondere der deutsche Imperialismus, Militarismus und Revanchismus international und İm eigenen Land auf dem Vormarsch ist.
International am hervorstechendsten an den Aktionen des deutschen Imperialismus ist, daß er seit dem Irak-Einmarsch der US-Im-perialisten – in Koalition mit den englischen Imperialisten – zunehmend an Bündnissen in Rivalität zum US-Imperialismus arbeitet, die EU zunehmend zu dominieren sucht und weit in den Osten und in allen Erdteilen in der Rolle der “Opposition” gegen den US-Imperialismus seine eigenen Großmachtaktivitäten entfaltet und dafür auch in Deutschland massiv mit revanchistischer Propaganda die Unterstützung der eigenen Bevölkerung – nicht ohne Erfolge – zu sichern sucht. Der deutsche Imperialismus besetzt mit seiner Bundeswehr vor allem in Jugoslawien und Afghanistan fremdes Territorium wie selbstverständlich. Mit aller Deutlichkeit muß betont werden und wird aktuell verstärkt propagiert: “Der Hauptfeind steht im eigenen Land!” (Karl Liebknecht).
In Deutschland versucht der deutsche Imperialismus in der Tradition der Goebbels-Propaganda-nicht ohne Erfolg -, die Bevölkerung in das Netz der “Herrenmenschen”-Ideologie einzufangen, indem abwechselnd oder gleichzeitig Kampagnen mal gegen die jüdische Bevölkerung, mal gegen Sinti und Roma, dann gegen “Moslems”, Türken oder “Araber”, dann wieder gegen Menschen mit dunkler Hautfarbe, mal gegen Behinderte, mal gegen gleichgeschlechtlich orientierte Menschen, dann wieder gegen Sozialhilfeempianger oder Obdachlose losgetreten werden. Die mörderische Abschiebung von jährlich über 30.000 Personen aus Deutschland, darunter demokratische und revolutionäre Aktivisten, die an Folter-Staaten ausgeliefert wurden, und die mörderische Verhinderung von Einwanderung durch Grenzpolizei haben mehreren Hundert Menschen in den letzten 15 Jahren das Leben gekostet.
Auch wenn die staatliche Repressionen, die Faschisierung das Hauptmerkmal darstellt, bedeutet der Vormarsch der offen agierenden Nazis auf den Straßen und in verschiedenen Teil-Parlamenten (Bundesländer-Parlamenten) des Landes für die gegen die Nazis kämpfenden Initiativen und Organisationen eine direkte Gefährdung aller von den Nazis als “nichtdeutsch” eingestuften Menschen. Weit über 100 Menschen wurden von den Nazis auf den Straßen in den letzten 15 Jahren ermordet.
Die in einigen gewichtigen, Zehntausende umfassenden Aktionen sich zu Wort meldende Arbeiterbewegung in Deutschland hat durch längere und größere Streikaktionen angedeutet, daß die einzige Kraft, die dem deutschen Imperialismus wirklich entgegentreten kann, die bewußte und organisierte Arbeiterklasse im Kampf gegen die Arbeiteraristokratie ist. Doch auch sehr deutlich wurde die große Macht der gut bezahlten Gewerkschaftsführung, der es immer wieder gelang, gegen die Aktivisten der Arbeiterklasse Abwiegelei und Spaltung durch Zuckerbroi und Peitsche durchzusetzen.
Auch in der demokratisch und teilweise revolutionär orientierten Jugendbewegung gegen die Nazis, gegen Abschiebung, gegen den Militarismus und die Kriegspolitik des deutschen Imperialismus haben revisionistische, trotzkistische und anarchistisch-autonome Kräfte mit einem gemeinsamen Konzept des Antistalinismus/0ntikommunismus noch einen erheblichen Einfluß, der gebrochen werden muß.
Von diesen Entwieklungen ausgehend hat die 3. Parteikonferenzbeschlossen, mit einer Grundsatzerklärung und pointierten Thesen zur politischen und ideologischen Linie und einer deutlichen Linie zum Authau der Kommunistischen Partei die offensive ideologische Auseinandersetzung zu suchen, die Festigung der eigenen Reihen voranzutreiben und offensiv die Auseinandersetzung mit den Aktivisten in der Arbeiterbewegung und der demokratischen und revolutionären Jugendbewegung zu suchen.
Bereits vor der 3. Parteikonferenz wurde durch umfangreiche theoretische Studien eine Basis für diese Initiative gelegt:
Gegen den Antikommunismus und Antistalinismus veröffentlichte “Gegen die Strömung” im Theoretischen Organ “ROT FRONT” eine umfangreiche Studie zum Leben und Werk Stalins sowie eine Darlegung der “Grundlegenden Merkmale der kommunistisc
hen Gesellschaft” entsprechend den theoretischen Ideen und Bemerkungen von Marx, Engels, Lenin und Stalin. Zur Untermauerung des weiterhin notwendigen und uncriäßlichen Kampfes gegen den modernen Revisionismus, dem Hauptfeind der kommunistischen Bewegung, wurde eine umfangreiche Studie über die “Polemik” der KP Chinas gegen den XX. Parteitag der KPdSU, ihre grundlegend richtige Richtung, aber auch über ihre Halbheiten und Fehler veröffentlicht. Diese umfangreiche Arbeit steht im Zusammenhang mil der zweibändigen Einschätzung des Werkes Mao Tse-tungs, der gegen revisionistische Verleumdungen verteidigt, aber durchaus auch kritisch {insbesondere in der Zeitspanne zwischen 1955 und 1965) eingeschätzt wird.
Fortschritte in der theoretischen Arbeit zur Geschichte der Kommunistischen Partei in Deutschland ergaben sich auch aus der Analyse der Gründung der KPD 1918, der Gründung der SED 1946, aber auch der schwierigen Phase des Kampfes der KPD zwischen 1929 und 1933.
Ebenso wurden umfangreiche Studien zur Geschichte des imperialistischen Kriegs des deutschen Imperialismus beim Überfall auf die sozialistische Sowjetunion und eine klare Einschätzung der Verbrechen des deutschen Imperialismus im Ersten Weltkrieg sowie der Kolonialkriege in China und in Afrika vor dem Ersien Weltkrieg İn den monatlich erscheinenden Flugschriften vorgelegt.
Verständlicherweise spielt innerhalb Deutschlands die Haltung zum rassistischen Völkermord des deutschen Nazi-Faschismus an der jüdischen Bevölkerung und den Sinti und Roma eine gewichtige Rolle. Die Aufklärung in diesem Themenbereich im Kampf gegen den deutschen Imperialismus und seine opportunistischen Helfer schloß ein, daß die zunehmende antisemitische Propaganda analysiert und bekämpft werden mußte. Antisemitische Haßkampagnen gegen “die Juden” und Israel sind in Deutschland forciert worden, “Gegen die Strömung” hat dagegen in zwei Stellungnahmen sowohl gegen den Antisemitismus als auch gegen die Instrumentalisierung der “Anklage” gegen Israel differenziert herausgearbeitet, worin das Existenzrecht des Staates Israel besteht, worin die verbrecherische Politik der herrschenden Klasse Israels bestand und besteht und wie sich die palästinensische Bevölkerung zunehmend von proimperialistischen und reaktionären, ja offen antisemitischen Kränen wie Hamas, Dschihad oder Hisbollah dominieren läßt, während die PLO durch die Bündnispolitik mit diesen Kräften, basierend auf Grundfehlem seit ihrer Gründung, demokratische und fortschrittliche Potenzen weitgehend verloren hat.(…)

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