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Gegen Nazis und Polizeigewalt Zu den Erfahrungen der militanten Kämpfe am 1. Mai 2008 Die Aufmärsche und Kämpfe am 1. Mai 2008

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Gegen Nazis und Polizeigewalt Zu den Erfahrungen der militanten Kämpfe am 1. Mai 2008 Die Aufmärsche und Kämpfe am 1. Mai 2008
5/08 Mai 2008 <br/>
zeigten ganz unterschiedliche Bilder: während sich die Polizei beim 1. Mai in Berlin zunächst zurückhält, um angeblich zu “deeskalieren”, prügelt sie in Wuppertal hemmungslos die antifaschistisch-revolutionäre 1. Mai Demonstration zusammen und versucht in Nürnberg durch massives Aufgebot und Straßenabsperrungen “alles unter Kontrolle” zu haben, um den Nazis die Straße freizuhalten.
Insbesondere die militanten Kämpfe in Hamburg zeigen aber, dass der deutsche Imperialismus und seine Unterdrückungskräfte nicht alles unter Kontrolle haben, wenn Abwiegler, wie die DGB-Fürsten entlarvt und entschlossen Widerstand gegen Nazis und Polizeiapparat geleistet wird.
Die Kämpfe am 1. Mai 2008 Mehrere zehntausend Menschen waren auch an diesem 1. Mai 2008 auf der Straße, um gegen verschärfte Ausbeutung und für eine re volutionäre Perspektive, vor allem aber auch gegen Naziaufmärsche und Polizeigewalt zu demonstrieren.
In verschiedenen Städten kamen Autonome, Antìfaschistinnen und Antifaschisten sowie fortschrittliche Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter zu zum Teil eigenständigen Demonstrationen aus dem autonomrevolutionären Spektrum wie in Wuppertal und Berlin, als Teil eines antifaschistischen Bündnisses wie in Hamburg oder schlossen sich den gewerkschaftlichen Veranstaltungen als links-radikaler Block an wie in Stuttgart.
So demonstrierten in Hamburg und Berlin jeweils mehr als 10.000, in Nürnberg mehr als 4.000 entschlossene Antifaschisten und Gewerkschafter gegen soziale Ungerechtigkeit und gegen die zentralen Naziaufmärsche in Hamburg und Nürnberg.
In Wuppertal war auch in diesem Jahr wieder eine antikapitalistische 1. Mai Demonstration zusammengekommen, die gleich zu Beginn von der Polizei brutal angegriffen worden war. Um die Nazis zu schützen, war die Polizei in Neustadt/Weinstraße (Rheinland Pfalz) mit einer riesigen Drohkulisse aufgezogen, mit Wasserwerfem.Räumpanzern, Hubschraubern und Hundestaffeln. Auf den Helmen der schwerbewaffneten Polizisten waren zum Teil Totenköpfe abgebildet, wohl um ihre Gesinnung zur Schau zu tragen. Damit sollten Hunderte Antifaschisten und Antifaschistinnen eingeschüchtert werden.
Anti-Nazi-Aktionen gab es auch in Kaiserslautem (Rheinland Pfalz) und anderen Städten.
Diese Demonstrationen und Gegenaktionen waren und sind auch dringend notwendig, da die Nazis geschützt und ermutigt durch Polizei, Justiz und andere Vertreter des deutschen Staats, vielfach geduldet durch die DGB-Fürsten – immer frecher auftreten und versuchen, sich den 1. Mai zu nutze zu machen. Die Nazis bedienen sich dabei zunehmend scheinbar sozialer und pseudo-anti-kapitalistischer Themen, wie “Arbeit und soziale Gerechtigkeit” naturlich nur “für alle Deutschen !”. Durch geschickte Propaganda mit Musik und Mode versuchen die Nazis heute verstärkt besonders auch Jugendliche immer mehr und durchaus auch erfolgreich an sich zu binden.
Die DGB-Verantwortlichen wiegeln ab und versuchen gemeinsam mit der Polizei zu verhindern, dass effektiv gegen die Nazis vorgegangen werden kann.
So hat der DGB in Hamburg seine traditionelle 1.
Mai Route verlassen, um die Nazis (die ihren Aufmarsch früher im Stadtteil Barmbeck angemeldet hatten) dort marschieren zu lassen, um Auseinandersetzungen zwischen “linken und rechten Chaoten” (so dessen Tenor zum antifaschistischen Kampf) zu verhindern.
Die Kämpfe am 1. Mai in Berlin, Wuppertal und Nürnberg Der Polizeiapparat des deutschen Imperialismus versuchte auch in diesem Jahr mit verschiedenen Methoden am 1. Mai der Lage Herr zu werden, alles zu steuern bzw. unter Kontrolle zu haben. Dies reichte von der “Deeskalations”-Strategie bei Demonstrationen in Berlin bis hin zur umgehenden Einkesselung und zum brutalen Zusammenknüppeln der entschlossenen Demonstration in Wuppertal.
BERLIN – “Deeskalation”?? 162 Festgenommene!
Beim zunächst scheinbar “befriedeten” 1. Mai in Berlin trat die Polizei am Anfang im großen Stil als ,XJeeskalations”-Expeiten verkleidet auf.
Bei der kleinen revolutionären Demonstration in Kreuzberg (um 13.00 Uhr am Oranienplatz) waren sichtbarzunächstnursolche,^Kontakt”-Polizistenmit gelben Leibchen unterwegs, die gemeinsam mit jugendlichen Ordnern für ein friedliches Mai-Fest (“MyFest”) in Kreuzberg sorgen sollten. Es gab hier vor der Demonstration keine Personen- oder Taschenkontrollen und auch keine anderen Provokationen (mehr), wie in den letzten Jahren. Die Einbindung von Jugendlichen als Ordner für- das MyFest war hier eine weitere Strategie.
Doch schon die “MayDay”Parade mit 7.000Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Flüchtlingsinitiativen, verschiedenen links-altemativen und studentischen Gruppen, die in Friedrichshain gestaltet waren, war durch einige bewaffnete Hundertschaften flankiert worden. Auch bei der abendlichen revolutionären 1. Mai-Demonstration mit 10.000 Antifaschistinnen und Antifaschisten war die Polizei massiv aufgetreten. Hier war dann von der “deeskalierenden” polizeilichen, .Freundlichkeit” nicht mehr viel zu spü-(…)

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