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Die Tricks und Spekulationen der modernen Revisionisten mit einer angeblich möglichen "friedlichen Entwicklung" zum Sozialismus in Russland 1917

de-flb-2007-09-10-beilage

Die Tricks und Spekulationen der modernen Revisionisten mit einer angeblich möglichen “friedlichen Entwicklung” zum Sozialismus in Russland 1917
Wir haben uns in “Rot Front” Nr. 11/12/13/14 von 2001/2002 “Zur .Polemik’. Die revisionistische Linie des 20. Parteitags der KPdSU (1956) und die grundlegenden Fehler der berechtigten Kritik der KP Chinas (1963)” intensiv mit den Hauptmanövern und -tricks der Chruschtschow-Breschew-Revisionisten auseinandergesetzt und die positiven Ansatzpunkte, aber auch die Halbheiten der Argumentation der antirevisionistischen Kräfte unter Führung der KP Chinas untersucht. Im “Teil B: Das Schema vom “friedlichen und nichtfriedlichen Weg” widerspricht dem wissenschaftlichen Kommunismus” dieser Ausgabe gehen wir dabei auf die Spekulationen und historischen Verweise der modernen Revisionisten auf die Phase der Doppelherrschaft in Rußland ein. Das Fazit unserer Analyse lautet: Lenin und Stalin haben für eine bestimmte Zeitspanne in bestimmten historischen Situationen, beispielsweise während der Phase der “Doppelherrschaft” vom April bis Juli 1917
in Rußland, eine “friedliche” Weiterentwicklung der Revolution nicht völlig ausgeschlossen. Sie haben jedoch den Begriff “friedlich” in diesem Zusammenhang keineswegs im Sinn von “gewaltlos” benutzt. Grundlage dieses Begriffs bei Lenin und Stalin ist, daß es einen gewaltlosen, nicht revolutionären, unbewaffneten Weg zum Sozialismus nicht gab und nicht geben wird, daß die proletarische Revolution unter allen Umständen nur auf dem revolutionären Weg möglich ist, daß der Weg zum Sozialismus also unmöglich ist ohne gewaltsame Zerstörung der bestehenden bürgerlichen Staatsmaschinerie und ohne ihre Ersetzung durch die Macht der bewaffneten Arbeiterklasse, die Diktatur des Proletariats, die auf der Basis der revolutionären Gewalt der bewaffneten Arbeiterklasse die gestürzten Ausbeuter und sämtliche andere reaktionäre Kräfte niederhält.
Wir drucken im folgenden einen gekürzten Auszug aus “Rot Front” Nr. 11/12/13/14, ” Teil B: Das Schema vom friedlichen und nichtfriedlichen Weg’”, S. 91-131 ab.
I. Die Thesen der ChruschtschowRevisionisten über den “friedlichen Weg” 1. Chruschtschow tischt auf dem XX. Parteitag der KPdSU 1956 das Märchen vom “friedlichparlamentarischen Weg” auf Auf dem XX. Parteitag der KPdSU 1956 war abgesehen von der Verdammung Stalins die wohl “sensationellste” “Neuerung” Chruschtschows, die Propaganda von der Möglichkeit eines “friedlichen Weges” zum Sozialismus. Die Revisionisten versicherten, es handle sich lediglich um eine “taktische Frage”.
Gleichzeitig aber mobilisierten sie auf allen Gebieten der marxistischen Theorie ihre Schreiberlinge, um ihren Thesen ein kommunistisches Mäntelchen umzuhängen und gleichzeitig aus allen Bestandteilen der Theorie des wissenschaftlichen Kommunismus den revolutionären Kern zu entfernen.
Während Togliatti auf dem X. Parteitag der KP Italiens die “friedliche Entwicklung der Revolution” zum “Prinzip einer Weltstrategie” erhob (Vgl, dazu: Dokumente des Kampfes der Partei der Arbeit Albaniens gegen den modernen Revisionismus 1955— 1966, Teil I, 1955-1962, Verlag Olga Benario und Herbert Baum, Offenbach 2003, S. 355.), bemühte sich Chruschtschow, seinen “friedlich-parlamentarischen Weg”, seinen Weg zum Sozialismus “ohne Gewalt” zu einem von zwei möglichen Wegen zu erklären.
Dies war ein frontaler Angriff der Chruschtschow-Revisionisten auf den Weg der Oktoberrevolution als allgemeingültigen Weg der gewaltsamen proletarischen Revolution. Sie setzten an dessen Stelle eine Menge Spekulationen “über die verschiedenen Übergangsmöglichkeiten” vom Kapitalismus zum Sozialismus:
“Es ist durchaus wahrscheinlich, daß die Formen des Übergangs zum Sozialismus immer mannigfaltiger werden. Dabei ist es nicht unbedingt notwendig, daß die Verwirklichung dieser Formen unter allen Umständen mit einem Bürgerkrieg verbunden sein wird. Unse re Feinde pflegen uns Leninisten immer und in allen Fällen als Anhän ger der Gewalt darzustellen. Es ist richtig, daß wir die Notwendigkeit der revolutionären Umgestaltung der kapitalistischen Gesellschaft anerkennen. Und das unterscheidet die revolutionären Marxisten von den Reformisten, den Opportunisten. Es besieht kein Zweifel, daß für eine Reihe kapitalistischer Länder der gewaltsame Sturz der Dik tatur der Bourgeoisie und die damit verbundene schroffe Zuspitzung des Klassenkampfes unvermeidlich sind. Aber es gibt verschiedene Formen der sozialen Revolution. Und daß wir angeblich Gewalt und Bürgerkrieg als den einzigen Weg zur Umgestaltung der Gesellschaft anerkennen – das entspricht nicht den Tatsachen.” (“Rechenschafts bericht des Zentralkomitees der KPdSU an den XX. Parteitag”, Ber lin 1956, S. 45) Wie man sieht, scheute Chruschtschow nicht davor zurück, die Lehre Lenins von der unbedingten Notwendigkeit der gewaltsamen Revolution als These der Feinde darzustellen und abzulehnen. Dabei vermischte Chruschtschow höchst demagogisch zwei ganz verschiedene Fragen, indem er “Gewalt und Bürgerkrieg” in einem Atemzug nennt. Während Lenin immer wieder die allgemeingültige Gesetzmäßigkeit der proletarischen Revolution, d. h. der gewaltsamen Zerschlagung des alten Staatsapparats unterstrich und den Sonderfall einer “friedlichen” Entwicklung der Revolution bzw. bestimmter Phasen der Revolution niemals im Sinne von “gewaltlos” bzw. von “parlamentarisch” verstand — worauf wir noch ausführlich zurückkommen werden -, verfälschte Chruschtschow hemmungslos alle diesbezüglichen Hinweise Lenins.
Der “friedliche”, nämlich auf revolutionäre Gewalt verzichtende, auf die angebliche Möglichkeit der “Verwandlung” des bürgerlichen Parlaments mittels der Stimmzettel in ein “Organ des Volkswillens” gestützte “Weg zum Sozialismus”, den(…)

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