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Die Heuchelei des deutschen Imperialismus angesichts der Verbrechen seines imperialistischen Rivalen USA:

de-flb-2004-05

Die Heuchelei des deutschen Imperialismus angesichts der Verbrechen seines imperialistischen Rivalen USA:

Die Heuchelei des deutschen Imperialismus angesichts der Verbrechen seines imperialistischen Rivalen USA:
5/04 Mai 2004
Die Folter ist ein Meister aus Deutschland Politiker und Medien in Deutschland äußern sich “betroffen”, ja “empört” über bekannt gewordene Fotos von misshandelten Gefangenen im Irak insbesondere durch Angehörige der US-Armcc, Das ist in doppelter Hinsicht ein demagogisches Manöver.
Zum einen soll von der vielfach dokumentierten Tatsache abgelenkt werden, dass in großem Umfang in deutschen Gefängnissen, auf Polizeiwachen, bei Kontrollen und Durchsuchungen und nicht zuletzt durch die Bundeswehr Menschen immer wieder misshandelt werden. Das betrifft insbesondere auch Flüchtlinge, die in Abschiebegefängnisseii, auf Polizeiwachen und bei der Durchführung gewaltsamer Abschiebungen häufig schwer misshandelt werden oder die Abschiebung nicht überleben. Zum anderen und vor allem aber wird von Politikern und Ideologen des deutschen Imperialismus immer offener dafür plädiert, “im Bedarfsfall” zu foltern, d.h. systematisch und gezielt zu quälen, um Aussagen herauszupressen. Das reicht vom offiziellen direkten Androhen und konkreten Vorbereitungen von Foltei maßnahmen im Frankfurter Polizeipräsidium, die auf eine erschreckend breite Zustimmung gestoßen sind, bis zum offenen Eintreten für die Anwendung von Folter “im Kampf gegen den Terror” durch einen Professor der Bundeswehr-Hochschule. Das offene “Nachdenken” über Nutzen und Zweck von Folterpraktiken ist ein weiterer Aspekt der zunehmenden Faschisierung hier in Deutschland.
Das Hin und Her von offener Stimmungsmache für Toller und scheinbar “entrüsteter Ablehnung” seitens der bürgerlichen Politiker und Medien darf nicht über die reale Richtung der Entwicklung und vor allem nicht fiber das Wesentliche hinwegtäuschen: Die Folter war und ist eine gefährliche Waffe der Reaktion und Konterrevolution gegen demokratische und revolutionäre Kräfte. Dies hat die deutsche Bourgeoisie während der Nazilierrschaft vor der ganzen Welt unter Beweis gestellt.
Die damals gesammelten Erfahrungen mit Folter und Misshandlungen sind für den deutschen Imperialismus für seine heutigen und vor allem zukünftiger] Verbrechen von nicht zu unterschätzender Bedeutung.
Die Folter ist ein Meister aus Deutschland Die nazifaschistische Gestapo weltweit Inbegriff der Konterrevolution Die deutsche Nazi-Gestapo (“Geheime Staatspolizei”) mit ihrem System von Folter und Mord, von Denunziantentum und Spitzeln, wurde weltweit zum Inbegriff liochcntwickelter Foltertechnik. Im April 1933 unter Anleitung von Göring geschaffen, war die Gestapo zuständig für die systematische Bekämpfung und Vernichtung der Nazi-Gegner. Die Gestapo-Zentrale İn der Prinz-Albrecht-Slraßc İn Berlin war dabei nicht nur Zentrale der staatlichen Folterkammern, sondern auch Durchgangsslalion in die KZs. Wer dort bleiben sollte, erhielt von der Gestapo den Vermerk “Rückkehr unerwünscht”. 1944 waren rund 32.000 Gestapo-Schergen aktiv, Das Pendant der Gestapo war der unter Fürhung von SS-Reichsführer Himmler gebildete SD (“Sicherheitsdienst”), dessen Aufgabe die Aufspürung und Ermittlung der Nazi-Gegner war. Rund 30.000 sogenannte SD-”Vertrauensleute” lieferten dem Nazi-SD Berichte und Informationen, die von 6.400 (İ944) “hauptamtlichen Mitarbeitern” ausgewertet wurden.
Aufbau staatlicher Repressionsorgane nach 1945 mit Hilfe von Nazi-Kadern Nach 1945 spielten Nazi-Kader beim Aufbau der staatlichen Organe, insbesondere der bewaffneten Formationen des deutschen Imperialismus, eine zentrale Rolle.
Neben dem BKA wurde die Bundeswehr fast ausschließlich mit Hilfe von Generälen und Offizieren der Nazi-Wehrmacht aufgebaut. Angehörige der Nazi-Wehrmacht wurden in die Bundeswehr entsprechend ihrem letzten Dienstgrad bei der Nazi-Wehrmacht eingebunden. 1958 stammten 12.900 Bundeswehr-Offiziere aus der Nazi-Wehrmacht.1 Auch der Aufbau der drei Geheimdienste des deutschen Imperialismus-BND (ab 1955), MAD (ab 1956) und VS (ab 1949) – wurde von Beginn an mit Nazis durchgeführt. Der ehemalige Leiter der Abteilung “Fi emde Heere Ost” der Nazi-Wehrmacht Generalleutnant Reinhard Gehlen wurde nach 1945 Chef der Keim/eile des BND: der “Organisation Gehlen”. Ganze l.eilsiellen des Nazi-SD – wie etwa in I lainburg – wurden in den BND “überführt”. Noch 1970 waren rund 25% der BND-Beschäftigten ehemalige Angehörige von SS, SD oder Gestapo.3 Ähnliches gilt für VS, der seine “Mitarbeiter” vornehmlich aus Gestapo, SD und SS rekrutierte.
Deutsche Gestapo Folterexperten international gefragt Auch international waren deutsche Fo Iteres perlen und ihre praklischen Erfahrungen mit dein mörderischen Folter-Handwerk gefragt.
So organisierte in den 50er und 60er Jahren SS-Standartenführer Leopold Gleim, üeslapo-MÖider im besetzen Polen, in Ägypten unter dem Namen Ali Al-Nacher die staatliche Geheimpolizei. SS-Obersturmbannführer Bernhard Bender, Gestapo-Mörder im besetzten Polen und der besetzten Sowjetunion, nannte sich Ben Salem und war unter der Leitung Gleims für die politische Abteilung der ägyptisciien Geheimpolizei zuständig. SSSturmführer Wilhelm Boekler wurde im ägyptischen Geheimdienst der Abteihing “Israel” zugeteilt.’ In den 70er Jahren war SS-Obersturmbannführer Walter Rauff in Chile als Folterexperte des berüchtigten Geheimdienstes DINA für Pinochet aktiv. Folterungen.
vor allem auch weiblicher Gefangener mit I lille scharf dressierter Schäferhunde, stehen mit Rauff in unmittelbaren Zusammenhang. Während des Nazi-Faschismus war Rauff für die Entwicklung und Einführung von Mord-Gaswagen verantwortlich. Als Mitglied des Reichssicherheitshauptamts erhielt er 1941 den offiziellen Auftrag, die Beschlüsse der Wannscc-Konfercnz zur Vernichtung der Juden İn Europa mitumzusetzen.” Ebenfalls in den 70er Jahren organisierte Klaus Barbie, SS-Sturmhauptfuhrer und Gestapo-Chef, der wegen seiner Brutalität den Beinamen “Schlächter von Lyon” erhielt, für die Militärdiktatur Banzers in Bolivien ab 1971 ein System von Gefangenenlagern, in denen systematisch gefoltert wurde.5 Und heule? Die Generation der Alt-Nazis ist nahezu ausgestorben. Doch damit hat sich das Problem keinesfalls erledigt. Im Gegenteil. Sie haben ihre “Stafette” weitergegeben und der “Generationswechsel” im Staatsapparat ist gerade unter Führung dieser Alt-Nazis durchgeführt und organisiert worden. Mit Hilfe verschiedener demagogischer Manöver- wie etwa der Präsentation einerneuen, aus Altersgründen scheinbar “unbelasteten” Generation von Politikern, Militärs und Gchcimdicnstlern, die sich ihrer “geschichtlichen Verantwortung” angeblich bewusst sei und daraus die Lehren gezogen habe – ist es dem deutschen Imperialismus in den letzten Jahren und Jahrzehnten gelungen, seine nazistische Kontinuität İn den Hintergrund zu drängen, um seine imperialistischen Ziele um so offensiver zu verfolgen.
Wissenschaftlich betriebene Folterforschung Verstärkt ab den 70er Jahren wurde international und auch in Deutschland die Perfekt i oni erung der Folter wissenschaftlich betrieben und Methoden der “sauberen” (“weißen”) Folter entwickelt. Dabei werden physische Folterpraktiken um psychische Techniken ergänzt, die relativ wenig unmittelbar auf körperliche Folter zurückführende Spuren hinterlassen. Die Formen der weilten Psychofolter umfassen ein breites Spektrum unterschiedlichster Methoden.
Dazu gehört der Einsatz von Psychopharmaka wie Pentotahl (macht “redselig”), Sokopolamin (blockiert die Geliirnlätigkeit, das Erinnerungsvermögen und hemmt den Willen, so dass Lügen erschwert wird) oder Curare(…)

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