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Der moderne Revisionismus ist und bleibt die Hauptgefahr!

1/05 Januar 2005

Der moderne Revisionismus ist und bleibt die Hauptgefahr!

Der moderne Revisionismus ist und bleibt die Hauptgefahr!
1/05 Januar 2005
In der aktuellen Situation gibt es fast nichts, was es nicht gibt: Anarchistische Gruppen wie Teile der FÄU propagieren Stalin (es existieren auf einmal auch “autonome” Kommunisten), lehnen aber die Diktatur des Proletariats und die Kommunistische Partei ab, und koalieren dann wieder mit trotzkislichen Gruppen.
Gruppen wie die MLPD nerven nicht nur durch penetrante Lautstärke, die im umgekehrten Verhältnis zu inhaltlich-komm un is tischen Aussagen steht, sondern benutzen Thesen über das “Volk” (wie es in China vor 1949 als arnie werktätige Masse gekämpft hat) in vulgärer und nationalistischer Weise, um in peinlicher Weise den übelsten Angewohnheiten im “deutschen Volk” h interner zu rennen bis hin zu “Melau MLPD”.
Gruppen wie die DKP und die “Kommunistische Plattform in der PDS”, aber auch die KPD-Ost “Rote Fahne” reden auf einmal vom “Revisionismus” und meinen gar nicht sich selbst, als hätten sie mit Chruschtschow, Breschnew, Ulbricht und Honecker nie etwas zu tun gehabt.
Und so wie sie alle mehr oder minder den “friedlichen Weg” gegenüber diesem deutsehen Staat und den Klassenfeinden eingeschlagen haben, so “friedlich” sind all diese Gruppen auf einmal auch zueinander, treffen sich an “runden Tischen”, zimmern “Wahlbündnisse” und beschwören die “Einheit”. Und weil es da so schön friedlich zugeht, kommen auch sich eigentlich als “nntirevisionistisch” verstehende Gruppen wie der “Arbeiterbund” oder die KPD “Roter Morgen” und wer auch immer noch dazu, vergessen alles, was bisher Uber Revisionismus gesagt wurde und versuchen ohne kommunistisches Programm und ohne kommunistische Strategie taktisch die “Einheit der Kommunisten” zusammenzuzimmern.
Wer auch immer im Zusammenhang mit diesen Gruppen ernsthaft Fragen der kommunistischen Theorie und Praxis klaren will, wird früher oder später auf die entscheidende Frage stoßen: Wie konnte die ehemals so starke kommunistische Weltbewegung zur Zeit Lenins und Stalins derart dezimiert werden?? Wie konnte – vor allem auch durch die poüzeistaatlichen Karikaturen echter sozialistischer Demokratie und wirklicher Diktatur des Proletariats, denn darum handelte es sich in der Zeit Chruschtschows und Breschnews in der Sowjetunion und auch in der DDR – solch ein Ausmaß des eh schon gerade in Deutschland massiven Antikommunismus verstärkt werden?
Die kommunistischen Kräfte müssen selbstkritisch feststellen, daß in den letzten über 50 Jahren theoretisch wie praktisch die Gefahr des modernen Revisonismus unterschätzt wurde. Die Revision der kommunistischen Grundprinzipen in der Theorie ging einher mit dem Übergang ins Lager des Kapitalismus und der Reaktion.
Und sollen wir also heute so tun, als wäre nichts gewesen?? Keine polizeistaariiehe Diktatur in der DDR, in der an China und Albanien orientierte Kräfte erbarmungslos ins Gefängnis geworfen und verfolgt wurden? Und war die nur als sozialimperialistisch zu bezeichnende Invasion der russischen Armee in Afghanistan mit ungeheuren Massakern – zudem auch innerhalb der sich als “KP” Afghanistan bezeichnenden korrupten reaktionären Kräfte – an demokratischen und revolutionären Kräften ein “kleiner Fehler”, über den man am besten nicht mehr spricht??
GEGEN DIE STRÖMUNG wilt in den nächsten Monaten und Jahren verstärkt den theoretischen, ideologischen und politischen Kampf gegen den modernen Revisionismus, wie er sich in Deutschland niederschlägt führen. Hart und unversöhnlich im Inhalt wird es hie und da angebracht sein, in der Form darauf zu achten, zunächst die Argumente und die Debatte in den Vordergrund zu stellen, und mit Schluß fol gerungen auf konkrete Gruppen und Personen bezogen etwas zurückhaltender zu sein, um genügend Zeit für die Debatte zuzulassen, wo sie denn ehrlich angestrebt wird. Denn darum geht es: Angesichts des zunehmenden Drucks durch den Imperialismus auf den berechtigten und richtigen Wunsch nach Zusammenschluß und Einheit angemessen einzugehen, das heißt vor allem auf Argumente und Beweise beruhende Kritik und Polemik und nicht Schlußfolgerungen voranstellende und bloß schimpfende Kritik vorantreiben. Voraussetzungen für einen wirklichen Kampf um Einheit in einzelnen Kämpfen und darüberhinaus ist auch, die eigene Position darzustellen.
GEGEN DIE STRÖMUNG hat die eigenen Positionen kompakt zusammen ge fa ßt in einer Broschüre veröffentlicht.
Die grundlegenden Punkte wurden und werden in ausführlichen theoretischen Arbeiten erarbeitet und begründet. Auf dieser Basis sollen die nachfolgenden Thesen gegen den modernen Revisionismus dazu anregen und auffordern, zu diskutieren und auch weitergehende theoretische Arbeiten und Dokumente dazu zu studieren und darüber zu debattieren. Denn die Angst vor der Debatte ist allemal ein Kennzeichen des Opportunismus!
Thesen gegen den modernen Revisionismus l. Vorgeschichte und erste Erscheinungen des modernen Revisionismus ■ Die Geschichte der kommunistischen Bewegung seit Marx und Engels ist auch die Geschichte des Kampfes gegen opportunistische Strömungen.
Zur Zeit von Marx und Engels der Kampf gegen den Anarchismus und Rechtsopportunismus von Bakunin und Proudhon bis Lassalle und Bernstein. Zu Lebzeiten Lenins und Stalins bis zu Beginn des Zweiten Weltkrieges der Kampf gegen sich selbst als marxistisch vorstellende Renegaten von Kautsky über Trotzki bis Bucharin.
Als modernen Revisionismus im Unterschied zu diesen Strömungen bezeichnen wir die Revision der Grundprinzipien des wissenschaftlichen Kommunismus insbesondere nach 1945.
■ Nicht jede Kraft oder jede Person, die sich als kommunistisch bezeichnet, i&t auch kommunistisch. Auch Kräfte, die sich auf Marx, Engels, Lenin und Stalin berufen, tun dies möglicherweise als Täuschungsmanöver, um gerade die Revision der Hauptpunkte des wissenschaftlichen Kommunismus zu betreiben.
Die modernen Revisionisten heute haben eine lange Vorgeschichte, von der Berufung auf Marx zwecks Entstellung seiner Hauptgedanken durch Bernstein und Kautsky zur Zeit der II. Internationale bis zu den Varianten des modernen Revisionismus nach dem Sieg der Kräfte der Anti-Hitler-Koalition über den Nazi-Faschismus -als vor allem der Titoismus als Variante des Kautskyanertums, des Trotzkismus und als Nationalismus auftretend, sich auf Marx und Lenin berufend, den Weg des Ausverkaufs des Landes an die westlichen imperialistischen Großmächte 1947/48 begann. Das war zum ersten Mal, daß die Führung einer Kommunistischen Partei, die an der Spitze der Regierung eines Landes stand, die Farbe wechselte. Ab diesem Zeitpunkt existierte das Phänomen, daß der moderne Revisionismus eine Staatsmacht zur Verfügung hatte.
■ Die vom Tito-Revisionismus repräsentierte Ideologie und Politik des modernen Revisionismus nach 1945 wurde zum Anziehungspunkt für alle Renegaten, aber auch für schwankenden Elemente, die entgegen den klaren Gesetzmäßigkeiten der Theorie des Imperialismus und der proletarischen Revolution durch die nicht verstandene Phase der Anii-Hitier-Koalition nach 1945 nun von einem Ende des “Klassen kamp fes” träumten, einer Ära des friedlichen Neben e in anders, in der die imperialistischen Großmächte und die sozialistische Sowjetunion (und dann die Volksdemokratien) “gemeinsam” zum Wohle der Menschheit arbeiten und was der Phrasen mehr waren. Die reale Politik des Ti to-Revisionismus – im Innern wurden die wirklichen kommunistischen Kräfte mit blutigem Terror verfolgt – zeigte die Phrasen von “Neutral ität” und “nationaler Unabhängigkeit” als Lügen, da der titoistische jugoslawische Staat zum Einflußgebiet der IIS-, der englischen und dann auch deutschen Imperialisten wurde. Der atmosphärische Einfluß des Titoismus war in unterschiedlichem Ausmaß auch in anderen Kommunistischen Parteien, insbesondere auch Westeuropas zu spüren, zeigte sich in Phrasen vom “besonderen nationalen Weg”, dem “friedlichen Weg” und dem “Kampf gegen den Dogmatismus” unter dem Vorwand angeblich grundlegender “neuer Bedingungen
” sowie der Leugnung des Endes der Anti-Hitler-Koalition. Die genaue Analyse dieser hier angerissenen Vorgeschichte des Chruschtschow-Revisionismus ist von größter Bedeutung, um tiefgehend die Keime und Wurzeln revisionistischer Positionen im Zuge selbstkritischer Analysen der kommunistischen Weltbewegung heute erkennen und vernichten zu können. Ausgangspunkte sind dabei der historische Kampf der KPdSU (B) und des Kominform-Büros gegen den Tito-Revisionismus sowie die wichtige ideologische Orientierung durch die beiden letzten theoretischen Schriften Stalins ,Marxismus und Fragen der Sprachwissenschaft” und “Ökonomische Probleme des Sozialismus in der UdSSR”.
■ Innerhalb Deutschlands zeigt sich insbesondere in der SED nach 1946 die Theorie vom “demokratischen Weg zum Sozialismus”, die fehlende Klarheit über die Grundbedingung der Diktatur des Proletariats als großes Einfallstor für die Theorie und Praxis des modernen Revisionismus. Die Entwicklung der SED (und auch der KPD in Westdeutschland) hin zu vollständig revisionistischen Parteien hat neben der gewichtigen Abhängigkeit vom Chruschtschow-Revisionismus nach dem XX. Parteitag der KPdSU 1956 auch tiefe Wurzeln in der eigenen Geschichte, den eigenen Fehlern und eigenen falschen Grundpositionen.
II. Der Übergang vom ChruschtschowUevisionismus zum breschnew istischen S ozi a Ii m p e ria 1 ismus ■ Direkt nach dem Tod Stalins 1953 zeigte sich, daß auf den ideologischen Positionen Titos und unter dem Druck des US-Imperialismus und der anderen imperialistischen Mächte revisionistische Kräfte in der UdSSR und in der KPdSU längst in Stellung gegangen waren und gut vorbereitete Kampagnen gegen den “Personenkult Stalins”, den “Dogmatismus”, die angebliche “Mißachtung der Rolle der Volksmassen” inszenierten, sehr rasch den Tito-Revisionismus rehabilitierten, Prinzipienlosigkeit und Demagogie zum Kern ihrer Propaganda machten und bereits 1956 auf dem XX. Parteitag(…)

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