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9. November 1938: Keinen Persilschein den deutschen Imperialismus!

Am 9. November 2009 jährte sich zum 71. Mal das Pogrom gegen die jüdische Bevölkerung in Deutschland. Im Vergleich zu den Vorjahren wurde in der Berichter­stattung der bürgerlichen Medien – im Grunde ohne Ausnahme – die Zelebrierung des Jahrestags des sogenannten „Mauerfalls” eindeutig favorisiert. Ohne große Dis­kussion wurde in der Praxis durchgesetzt, was seit Anfang der 90er Jahre in den bürgerlichen Medien und von bürgerlichen Politikern lanciert worden war, nämlich daß eigentlich der 9. November als „Tag des Mauerfalls” zum sogenannten „Natio­nalfeiertag der Deutschen” erklärt werden sollte.

Bekanntlich kam es zunächst anders und so mußten die Herrschenden vorerst mit dem 3. Oktober vorlieb nehmen. Denn Anfang der 90er Jahre war noch nicht oppor­tun, was heute selbstverständlich ist: Sogar das heuchlerische staatsoffizielle Geden­ken an das Pogrom gegen die jüdische Bevölkerung in Deutschland 1938 ist 2009 nur noch eine Randerscheinung. Das ist eine Tatsache.

Aber was bedeutet das? Was hat das mit der aktuellen Debatte in Deutschland unter den sich links verstehenden Gruppen zu tun, die aus guten und schlechten Gründen darüber streiten, ob Geschichte eben Geschichte sei und ob das heutige Deutschland überhaupt noch etwas mit dieser „alten Zeit” zu tun habe. Nachfolgend der Versuch, einige Aspekte und Argumente für diese Debatte zu entwickeln.

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