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Das Schlagwort von der "Globalisierung" verschleiert die Existenz und die Kriegsvorbereitungen des deutschen Imperialismus:

de-flb-2007-05

Das Schlagwort von der "Globalisierung" verschleiert die Existenz und die Kriegsvorbereitungen des deutschen Imperialismus:

Das Schlagwort von der “Globalisierung” verschleiert die Existenz und die Kriegsvorbereitungen des deutschen Imperialismus:
5/07 Mai 2007
Das Geschwätz von der ” Globalisierung” Es gibt Begriffe, die in einem derartigen Umfang und mit einer derartigen Häufigkeit benutzt werden und präsent sind, von allen Seiten ins Feld geführt, gebogen und verbogen werden, daß sie nachher schließlich nichts mehr bzw. alles oder nichts bedeuten. Manager des Kapitals wie Gewerkschaftsfunktionäre, Nazis und sich als “links” verstehende Organisationen — sie alle reden über die Gefahren der “Globalisierung” und schlagen ihrer Position entsprechend Maßnahmen dagegen vor.
Der nichtssagende Begriff “Globalisierung” bedeutet eigentlich zunächst nur “weltweit”, “international” — also wahrlich nichts Neues. Aber hinter dem mit wichtiger Miene vorgetragenen Begriff der “Globalisierung” stecken bestimmte grundfalsche Vorstellungen, die im einzelnen schwer zu greifen sind. Bei allen zu behandelnden Unterschieden — von der Benutzung durch die Nazis bis hinein in das Umfeld von “Attac” — ist eins klar: Das Geschwätz von der “Globalisierung” klammert den deutschen Imperialismus zunächst aus, ja benutzt im Grunde das Gerede vom “Kampf gegen die Globalisierung”, um Stück für Stück die Stärkung des eigenen Staates, die Stärkung der eigenen Armee, eben die Stärkung des deutschen Imperialismus zunächst vor allem ideologisch und politisch zu betreiben, um Stück für Stück nicht nur vom deutschen Imperialismus und seinen Kriegsvorbereitungen abzulenken, sondern selbst daran’ mitzuarbeiten.
1. Die Nazis werden an diesem 2. Juni in Schwerin “gegen Globalisierung”, ja sogar “gegen den Kapitalismus” demonstrieren. Es macht keinen Sinn, andere Gegner der “Globalisierung’ ‘ wegen der Ähnlichkeit der Parolen mit den Nazis moralisch auf eine Stufe zu stellen. Nichtsdestotrotz sind wir der Meinung, daß die zunehmende Übereinstimmung von Nazi-Parolen mit den Parolen der primitiven Globalisierungsgegner von “links” keinZufall ist. Denn die gemeinsame ideologische Basis ist Nationalismus in verschiedenen Ausprägungen. Um in Diskussionen mit den Gegnerinnen und Gegnern des G8-Gipfels fundiert mit Argumenten eingreifen, um den ehrlich über den Weltimperialismus empörten Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Anti-G8-Demonstrationen wenigstens Denkanstöße geben zu können, reicht es nicht aus, nur auf diese Übereinstimmungen mit den Nazis zu verweisen. Hier muß tiefgehender der dahinter stehende Fragenkomplex aufgezeigt werden.
2. Daß der Kapitalismus sich weltweit ausdehnt, ist nun wahrlich keine Neuheit. Die Entstehung des Kapitalismus war wesentlich geprägt durch die gigantische Ausbeutung der Völker der damaligen Kolonien und ihre Niedermetzelung in brutalen Kolonialkriegen. Seit 1848 haben die Kommunistinnen und Kommunisten auch programmatisch festgehalten, daß der Kapitalismus als Wirtschaftssystem mit seinem Überbau und seiner Ideologie die ganze Welt unterwerfen wird. Niemand, auch nicht der reaktionärste Ökonom oder Politiker kann bestreiten, daß Marx und Engels in dieser Hinsicht völlig Recht hatten: Spätestens seit 1900 und dem Ersten Weltkrieg ist die ganze Welt in Einflußsphären der großen imperialistischen Mächte aufgeteilt. Der kapitalistische Markt, die Großkonzerne, der Imperialismus hat auch auf die entlegensten Teile der Welt, in denen vielleicht noch mit mittelalterlich-feudalen Mitteln produziert wird, seinen Zugriff und Herrschaftsbereich ausgedehnt. “Globalisierung” wortwörtlich genommen beschreibt insofern nur die zunehmende weltweite Verstärkung des Kapitalismus.
3. Die technischen Neuerungen der letzten Jahrzehnte, die Beschleunigung des Transports, des Verkehrs und der Kommunikation erleichtern und begünstigen das Tempo und die Ausdehnung der Aktionen auf dem kapitalistischen Weltmarkt. All das ist unstrittig. Aber es ist nicht der springende Punkt. Die Frage ist: Was folgt daraus? Ähnlich wie die Verfechter der These vom “Neoliberalismus” von einer Schwächung des Staatsapparats ausgehen — entgegen der Realität, wie nicht zuletzt die Polizeiaktionen gegen die G8-Gegnerinnen und Gegner in den letzten Wochen gezeigt haben—, behaupten sich theoretisch gebende “globalisierungskritische” Schwätzer, daß durch die immer größere Macht der Monopole, die über Staatsgrenzen hinweg fusionieren, kaufen und verkaufen, angeblich die Rolle der großen Nationalstaaten immer geringer würde und somit auch, und darauf(…)

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