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Aus den Kämpfen der Arbeiterinnen und Arbeiter lernen!

de-flb-2003-06-07-beilage

Aus den Kämpfen der Arbeiterinnen und Arbeiter lernen!

Aus den Kämpfen der Arbeiterinnen und Arbeiter lernen!
Der Kampf gegen das Betriebsverfassungsgesetz 1952 Wie die Gewerkschaftsführung offen den Massenkampf von Millionen Arbeiterinnen und Arbeitern verrät In der unmittelbaren Nachkriegszeit hatten die Arbeiterinnen und Arbeiter in den Betrieben vielfach eine Reihe von Rechten durchgesetzt. Diese Rechte waren häufig auch in Betriebsvereinbarungen festgeschrieben, teilweise sogar in den Verfassungen einzelner Länder (z. B. in Hessen) gesetzlich fixiert. Die Betriebsräte verhielten sich in den Arbeitskämpfen und bei politischen Auseinandersetzungen (wie z. B. gegen die Remilitiarisierung) oft nicht im Sinne des kapitalistischen “Betriebsfriedens”, sondern nützten ihre Position durchaus für die Mobilisierung der Kolleginnen und Kollegen. Dem sollte nun ein Ende gemacht werden. Mit dem Betriebsverfassungsgesetz 1952 holten die Sachwalter des Monopolkapitals zum folgenschweren reaktionären Schlag aus. Die bürgerlichen Politiker ließen keinen Zweifel über die Bedeutung, die sie der Auseinandersetzung um das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) beimaßen: Die BetriebsDer Ford-Streik 1973 Die Arbeiterinnen und Arbeiter aus anderen Herkunftsländern treten als militante Kraft auf den Plan!
Pie Fratze der Arbeiteraristokratie und des deutschert Chauvinismus zeigt sich offerii Vom 24. bis 30. August 1973 kam es im Ford-Werk Köln-Niehl zu dem bis heute härtesten Streik in der Geschichte des westdeutschen Staates ( ) Die kämpfenden Ford-Arbeiter, überwiegend aus der Türkei, überraschten die Ford-Kapitalisten durch die Entschlossenheit, Wucht und Militanz des Streiks. Der Ford-Streik hat nicht nur den Ford-Kapitalisten, sonrate sollten praktisch zu einem staatstragenden Ordnungsinstrument zur Wahrung des kapitalistischen “Betriebsfriedens” gemacht werden.
Genau das machte der Gesetzentwurf (…) Die Auftraggeber des Gesetzentwurfes, die Kapitalisten, lobten den Gesetzentwurf in den höchsten Tönen (…) Dagegen rief die Veröffentlichung des Entwurfs den Protest von Millionen westdeutscher Arbeiterin nen und Arbeiter, Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter hervor. In der zweiten Maihälfte 1952 protestierten ungefähr 2,5 Millionen Arbeiterinnen und Arbeiter sowie andere Werktätige in allen Teilen Westdeutschlands mit Warnstreiks, Kundgebungen und Demonstrationen gegen das Betriebsverfassungsgesetz. Höhepunkt der Kämpfe ist derzweitägige politische Streik der Drucker: Am 28. und 29. Mai erscheinen in ganz Westdeutschland ■ sowie auch in Westberlin – keine Zeitungen.
(Auszug aus “Rot Front” Nr. 5,1998, S. 50/51) dem der gesamten Kapitalistenklasse Westdeutschlands Angst eingejagt und auch die Vertreter des reaktionären türkischen Staates auf den Plan gerufen.
Die Auswertung der Streikerfahrungen muß das Vorgehen der Streikenden und der Streikführung, die Taktik der Ford-Kapitalisten sowie die Haltung des Betriebsrats einschätzen und bewerten.
Kampfmethoden der Arbeiter 1. Es handelte sich um einen aktiven Massenstreik, bei dem wirklich die Massen der Streikenden mehr oder weniger ständig selbst in das Geschehen eingriffen, durch Massendemonstrationen auf dem Werks gelande, häufige Versammlungen, Torbewa chung und Agitationsaufträge.
2. Die Arbeiter durchbrachen von vornherein die Fesseln der “sozialpartnerschaftlichen” Institu tionen und Gesetze, indem sie ohne Rücksicht auf die “Friedenspflicht” des Betriebsverfas sungsgesetzes in den Streik traten und ohne i und gegen den unternehmenstreuen Betriebsrat ihre eigenen Kampforgane, insbesondere die eigene Streikleitung, wählten.
3. Die Arbeiter wählten den Weg der massenhaften Betriebsbesetzung, bei der während des Streiks möglichst die ganze Belegschaft im Werk isl Durch die Besetzung der Tore mit Arbeitertrupps übernahmen sie die Kontrolle über das Werksgelände.
4. Die Streikenden zeigten gegenüber dem Klassenfeind Klassenwachsamkeit. Sie trafen Sicherheitsvorkehrungen gegen die drohende Verhaftung des Streikkomitees bei Verhandlungen, indem sie diesem Begleitschutz gaben, auf regelmäßigem Kontakt bestanden und vor allem auch Geiseln aus dem Betriebsrat nahmen.
Dadurch haben sie die bereits geplante Verhaftung des Streikkomitees vereitelt.
5. Die streikenden Arbeiter haben umfangreiche Agitationsarbeit geleistet, um die NichtStreikenden zu gewinnen, um die Arbeiter in den Heimen zu informieren und zu mobilisieren.
(Auszug aus “Rol Front” Mr 5, 1998, S. 116) Zum Kampf in Rheinhausen 1988 Der Kampf in Rheinhausen ist eine der wichtigsten Auseinandersetzungen der Arbeiterbewegung in Westdeutschland in den letzten Jahrzehnten. Im Kampf in Rheinhausen wird die Stärke einer sich entfaltenden Arbeiterbewegung sichtbar, die die Legalität nicht sklavisch anbetet. In diesen Kämpfen werden auch Illusionen zerstört. Das ist gut so, oft aber auch sehr schmerzhaft. Illusionen über diesen Staat, dieses Wirtschaftssystem, über Politiker und die DGB-Führer, aber auch Über den gegenwärtigen Zustand der Arbeiterbewegung. Denn auch die Schwäche der Arbeiterbewegung in Westdeutschland wird angesichts der harten Kämpfe in Rheinhausen sichtbar (…) 4000 Vertrauensleute für Urabstimmung die Gewerkschaftsführung dagegen Am 14,1. 1988 stimmten 4000 Vertrauensleute dafür, die Erhaltung des Stahlstandortes Rheinhausen mit in die Tarifauseinandersetzung der Stahlindustrie hineinzunehmen. Damit härte nach der beantragten Urabstimmung ein massenhafter, alle Stahlbetriebe erfassender, von der Gewerkschaft ganz legal organisierter und bezahlter Streik stattfinden können. Das sowieso vordergründige und formale Argument der DGB- und IG-Metall-Führer, sie könnten – leider, leider – kein Geld an die Rheinhausener zahlen, weil deren Streik ja nicht “legal” sei, wäre dann weggefallen (ja, das sind die angeblich ach so “demokratischen” Gesetze in der BRD).
Was aber tat die Gewerkschaftsführung? Eiskalt und zynisch wischte sie diesen Beschluß der 4 000 Vertrauensleute weg und scherte sich einen Dreck darum. Wer es bisher noch nicht geglaubt hatte, konnte sich nun überzeugen:
Die DGB- und IG-Metall Führer sind ekelhafte Streikverhinderer, Streikbrecher, Heuchler und Lügner. Wer meint, sich auf diese Leute und ihren Apparat verlassen zu können, der ist selber verlassen.
(Auszug aus “Rot Front” Nr. 7, 1999, S. 61.64)(…)

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