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Aufruf an die kommunistisch orientierten Kräfte, die Schriften Lenins "Renegat Kautsky" und "Kinderkrankheit im Kommunismus" zu studieren!

2-3/07 Februar-März 2007

Aufruf an die kommunistisch orientierten Kräfte, die Schriften Lenins "Renegat Kautsky" und "Kinderkrankheit im Kommunismus" zu studieren!

Aufruf an die kommunistisch orientierten Kräfte, die Schriften Lenins “Renegat Kautsky” und “Kinderkrankheit im Kommunismus” zu studieren!
2-3/07 Februar-März 2007
Die Mehrheit der Arbeiterinnen und Arbeiter In der Geschichte der revolutionären Bewegung der Arbeiterklasse seit 1848 spielt die Frage des Bewusstseinsstandes und der Grad der Organisiertheit der Arbeiterklasse immer eine überragende Rolle: Für welche Ziele kämpft sie wirklich, für welche Ziele müsste sie kämpfen?
Die unter den Kurztiteln “Renegat Kautsky” und “Kinderkrankheit im Kommunismus” bekannten Broschüren behandeln systematisch diese Probleme. Während als Hauptgefahr klar ist, dass unter dem Vorwand, die Mehrheit der Arbeiterinnen und Arbeiter zu gewinnen, die Ziele der sozialistischen Revolution aufgegeben und durch reformistischen gewerkschaftlichen Kampf ersetzt werden, gibt es auch eine andere Form der Kapitulation vor Schwierigkeiten, indem ein Kampf um die Gewinnung der Mehrheit der Arbeiterklasse für die sozialistische Revolution als in Deutschland für aussichtslos erklärt und im Grunde gar nicht mehr geführt wird – garniert mit revolutionären Phrasen.
Von 1848 bis zum Ersten Weltkrieg:
Zunehmender kommunistischer Einfluss und weitreichender Rückschlag 1848 vertraten in der revolutionären Bewegung nur kleine Gruppen von Arbeiterinnen und Arbeitern, nicht mehr als einige hundert, die Ideen des ..Manifests der Kommunistischen Partei” von Marx und Engels. In den folgenden ca. sechzig Jahren wuchsen die an den Zielen des Kommunismus orientierten, von der revolutionären Sozialdemokratie geführten Massen der Arbeiterklasse um das Tausendfache. Ein Barometer dafür waren die Wahlstimmen in den bürgerlich-parlamentarischen Wahlen. Unter der Losung “Die Mehrheit erobern” begann aber schrittweise schon in der revolutionären Sozialdemokratie, vor allem in der Führung, die Stimmung umzuschlagen. Durch immer vorsichtigere, wachsweiche, letztlich die Ziele der sozialistischen Revolution aufgebende Formulierungen sollte die Gewinnung der Mehrheit der Arbeiterbewegung eher erschlichen als erkämpft werden.
Diese faule Methode bestand die zentrale Prüfung bei Ausbruch des imperialistischen Ersten Weltkriegs ganz und gar nicht. Die Mehrheit der Arbeiterinnen und Arbeiter folgte nicht der Losung “Proletarier aller Länder vereinigt euch”, sondern der von Kaiser Wilhelm geschaffenen und von der Führung der Sozialdemokratie faktisch übernommenen Losung “Wir kennen keine Parteien mehr, wir kennen nur noch Deutsche”.
Das war eine gewaltige Herausforderung, die nur wenige in der SPD, wie Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, annahmen. Es galt, noch eine Ebene weit unterhalb des Kampfs für die sozialistische Revolution, zunächst einmal die Mehrheit der Arbeiterklasse von der Unterstützung oder Duldung der imperialistischen Burgfrieden-Politik abzubringen. Auf dieser Ebene war der Kampf, allerdings auch im Kontext des verlorenen Weltkriegs, durchaus erfolgreich. Das zeigte sich in der Novemberrevolution von 1918. Doch sehr schnell wurde auch deutlich, dass die Mehrheit der Arbeiterklasse zwar gegen den Kaiser und den verlorenen Krieg eingestellt war, aber keinesfalls schon den Kapitalismus als Ganzes wirklich kämpferisch in Frage stellen wollte. Die verlockenden Versprechungen der Regierungs-Sozialdemokratie, mit Hilfe der Reichswehr und der angeblich vernünftigen Teile der Kapitalisten durch Reformen Stück für Stück diese oder jene angeblich “sozialistische Maßnahme” zu erreichen, behielten weit über zehn Jahre lang die Oberhand.
Das Ringen zwischen den revolutionären und den konterrevolutionären Kräften um die Mehr heit des Proletariats bis 1933 Die Jahrenach 1918 waren Zeiten des heftigen Kampfes.
DieArbeiterinnen und Arbeiter, die in Russland die sozialistische Revolution siegreich begonnen hatten, kämpften mit enormen Schwierigkeiten. Sie hofften sehr, dass es den kommunistischen Kräften in Deutschland gelingen würde, Schulter an Schulter mit der Arbeiterklasse in Russland, selbst eine sozialistische Revolution durchzuführen. Doch diese Hoffnung zerschlug sich, trotz der revolutionären bewaffneten Erhebungen und Kämpfe von Teilen des Proletariats (bewaffnete Abwehr des Kapp-Putsches 1920, März-Kämpfe 1921, Hamburger Aufstand 1923). Zu stark waren die reformistische Macht der Gewohnheit und die gut organisierten Betrugsmanöver der SPD und der Gewerkschaftsführung.(…)

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