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Aktuelle Aspekte von Lenins Schrift "Materialismus und Empiriokritizismus", gegen die Philosophie der Lügner "Es gibt keine Wahrheit":

7-8/06 Juli August 2006

Aktuelle Aspekte von Lenins Schrift "Materialismus und Empiriokritizismus", gegen die Philosophie der Lügner "Es gibt keine Wahrheit":

Aktuelle Aspekte von Lenins Schrift “Materialismus und Empiriokritizismus”, gegen die Philosophie der Lügner “Es gibt keine Wahrheit”:
7-8/06 Juli August 2006
Wissen statt Glauben 1909 erschien eine der am schwierigsten zu studierenden Schriften Lenins: “MateriaIismus und Empiriokritizismus”. Neben den fachspezifischen Auseinandersetzungen mit deutschen und russischen Philosophen, die heute kaum noch jemand kennt und so genannten “religiösen Marxisten” in den Reihen der Bolschewiki selbst, war diese Schrift im Kern und unter den Bedingungen der zaristischen Diktatur vor allem eine Anklageschrift gegen den aufkommenden Opportunismus und Revisionismus. Die bürgerlichen Ideologen, von Beruf Wissenschaftler, hatten sich daran gesetzt, die wirkliche Wissenschaft, den wissenschaftlichen Kommunismus, zu bekämpfen. Das war nicht ohne Wirkung. Der entscheidende Trick war – dabei auf den deutsch-preußischen Staatsphilosophen Kant zurückgreifend – unter der Flagge “kritisch zu sein”, Wissenschaft und wissenschaftliche Wahrheit überhaupt, objektive Wahrheit, objektive Gesetzmäßigkeiten und damit auch planmäßigen politischen Kampf abzustreiten.
1909 war eine Situation in Russland, in der die Revolution von 1905 wirklich fast vollständig zerschlagen war.
Viele Revolutionäre waren erhängt, erschossen und auch die revolutionäre Moral war massiv untergraben. Die Hetze gegen den Kommunismus, das tiefe Misstrauen gegen das Programm, die Strategie und die Taktik der Kommunistischen Partei wurden geschürt – der Misserfolg führte schwankende und schwache Kräfte zusammen, die sich gern an den Stärkeren orientieren.
Und heute, fast 100 Jahre später? Nach der fürchterlichen Niederlage zunächst der ehemals revolutionären sozialistischen Sowjetunion Lenins und Stalins vor 50 Jahren, die auf dem XX. Parteitag der KPdSU 1956 ihren deutlichen Ausdruck fand und rasch zur Wiederherstellung des Kapitalismus führte, nach der weitgehenden Zerschlagung sich neu organisierender antirevisionistischer Kräfte, die sich an der dann auch revisionistisch verkommenen sozialistischen VR China und der sozialistischen VR Albanien orientierten, da geht es unter anderen Bedingungen auch um Defätismus, Antikommunismus und um die Vorstellung, mit angeblich “neuen Theorien” an Stelle des wissenschaftlichen Kommunismus für eine “gerechte Weit” eintreten und kämpfen zu können.
Der Kampf um die kommunistische Theorie als Wissenschaft, ja der Kampf um die Möglichkeit und Wirklichkeit wissenschaftlicher Erkenntnis in Geschichte und Gesellschaft überhaupt steht erneut und mit großer Dringlichkeit auf der Tagesordnung aller kommunistischen Kräfte. Hier gilt der Satz von Friedrich Engeis nach der Niederlage der Revolution von 1848:
“Eine schwerere Niederlage als die, welche die Revolutionspartei – oder besser die Revo lutionsparteien – auf dem Kontinent an allen Punkten der Kampflinic erlitten, ist kaum vor stellbar. Doch was will das besagen? (…) Sind wir also einmal geschlagen, so haben wir nichts anderes zu tun, als wieder von vorn anzufangen.” (Engels, Revolution und Konterrevolution in Deutschland, 1852, Marx-Engels-Werke Band S, S. 5) Welche praktische Bedeutung der Kampf um die Anerkennung der objektiv bewiesenen wissenschaftlichen Wahrheit heute für demokratische und revolutionäre Kräfte hat, wird deutlich, wenn wir die ganzen ach so kritischen Phrasen heutiger Propagandisten der These “Es gibt keine objektive Wahrheit” mit der so genannten Auschwitz-Lüge konfrontieren.
Die Argumentationsstruktur der Nazis, die wenigstens teilweise heute noch offen bestreiten, dass Millionen von Menschen, vor allem Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma in Gaskammern planmäßig ermordet wurden, führt strukturell in jene Problematik ein, die Lenin in seiner wichtigen Schrift entfaltet hat:
© Erste reaktionäre Spekulation: Die Wahrheit bestreiten, da “nicht alles bewiesen” sei Der Kernpunkt ist die Spekulation, dass über ein bestimmtes Thema noch nicht alles erforscht wurde, dass es in bestimmter Hinsicht noch Lücken oder fehlerhafte Forschung gibt. An dieser unbestreitbaren Tatsache anknüpfend nutzt diese methodische Richtung der Skeptizisten noch nicht Erforschtes aus, um schon erforschte und bewiesene Tatsachen zu bestreiten. Konkret greift diese Strategie, wenn etwa das Fehlen genauer Zahlen über die Ermordung der Jüdinnen und Juden in Auschwitz-Birkenau benutzt wird, um entweder auch schon(…)

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