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AEG, Häfen, Gate Gourmet:

Die Streiks der Arbeiterinnen und Arbeiter unterstützen!

AEG, Häfen, Gate Gourmet:

AEG, Häfen, Gate Gourmet:
Die Streiks der Arbeiterinnen und Arbeiter unterstützen!
2/06 Februar 2006
Die Arbeiterinnen und Arbeiter bei AEG Nürnberg streiken, die Arbeiter und Arbeiterinnen bei Gate Gourmet Düsseldorf streiken, die Arbeiterinnen und Arbeiter in vielen Hafenbetrieben Europas streiken und kämpfen. Und auch in anderen Bereichen wird immer deutlicher, dass ohne Streiks, ohne Kampf die Ausbeutung dramatisch verschärft werden wird. Jeder einzelne Kampf, jeder einzelne Streik muss bekannt gemacht werden, unterstützt werden, analysiert werden, um aus den eigenen Kämpfen für die weiteren Kämpfe maximal lernen zu können. Denn es gilt drei Feinde zu besiegen: Die Kapitalisten, die Gewerkschaftsbürokraten und unsere eigenen Fehler.
Wir bleiben hier! Dafür kämpfen wir!
Die Arbeiterinnen und Arbeiter kämpfen gegen die Schließung von AEG in Nürnberg Bereits i m Herbst des vergangenen Jahres hatte der ElekIrolux-Konzern angekündigt, ca. 30 Werke in Westeuropa und den USA zu schließen. Die Produktion soll nach Asien, Mexiko und Osteuropa verlagert werden.
Elektrolux lässt die Marken AEG, Juno, Privileg, Frigidaire und Zanussi produzieren. Die Arbeiterinnen und Arbeiter in Mexiko, Osteuropa und Asien sind gezwungen, zu weit geringeren Löhnen und schiechteren Arbeitsbedingungen zu arbeiten. Dadurch steigen die Profite von Elektrolux.
Die ersten Streiks und Aktionen beginnen im Oktober 2005 Bereits am 5.10.05 fand eine Protestkundgebung statt, die sich zu einem ersten vierundzwanzigstündigen Streik ausweitete. Die Kolleginnen und Kollegen gingen nicht zur Frühschicht, sondern versammelten sich vor dem Tor. Dieser Versammlung schloss sich dann ab 14 Uhr auch die Spätschicht an. Der Schließungsbeschluss war im Aufsichtsrat noch nicht getroffen worden, auch der angekündigte Termin 24.10.05, an dem eine Entscheidung fallen sollte, sollte nicht stattfinden.
Die Kolleginnen und Kollegen befürchteten zu recht, sie sollten bis nach Weihnachten hingehalten werden, damit Elektrolux in aller Ruhe das Weihnachtsgeschäft abwickeln könne. Angeprangert wurde auch die schlechte Informationspolitik der IG Metali.
Am 21.10.05 versammelten sich die KoMeginnen und Kollegen unter der Losung “Keiner kommt rein nichts geht raus” ab 6 Uhr früh wieder in der Muggenhoferstraße und blockierten die Tore.
Es kam zu Auseinandersetzungen mit Streikbrechern, als sogenannte “höhere Angestellte” provozierend, von Fernsehkameras begleitet auf das Tor zumarschierten.
Die Kolleginnen und Kollegen haben sich gegen die Rempeleien geschlossen zur Wehr gesetzt. Der Vertreter der IG Metall, Rudi Lutz, hatte allerdings entschieden: “Sie dürfen durch”. In seiner Rede prangerte der Vertreter des Vertrauensleiterkörpers die Rempeleien und Provokationen an. Er warnte davor, dass das sogenannte Management aus den Vorfällen in Spanien nichts gelernt habe. Dort hatte sich nach der Bekanntgabe der Schließung des Werks die Belegschaft den Werksleiler vorgenommen. Er musste danach im Krankenhaus behandelt werden. Die Kolleginnen und Kollegen klatschten begeistert Beifall. Als Lutz um 9 Uhr die Kundgebung beenden wollte, kam es zu Pfiffen und Buh-Rufen aus der Belegschaft. Die Frühschicht ließ sich an diesem Tag nicht mehr dazu bewegen, zur Arbeit zu gehen.
An diesem Tag gab es außerdem Streiks und Aktionen in Rothenburg, Frankreich, Spanien, Schweden, Ungarn und in allen fünf italienischen Werken.
Verhandlungsangebote der IG MetaU-Führung – Anbiederung an die Kapitalisten Die IG Metall-Führung machte bereits im Oktober weitgehende Zugeständnisse an Elektrolux, die fast ausschließlich auf dem Rücken der Kolleginnen und Koi legen ausgetragen werden sollten: Einsparungen in Höhe von 15 Millionen Euro, der “Beitrag” der Kollegen und Kolleginnen sollte 12 Millionen Euro betragen. Dafür sollte der Standort bis 2010 gesichert werden.
An der Wand des Werks in der Muggen hofers t raße wurde durch eine Parole gewarnt: Betrug von IGM und Elektrolux! Entlassungen kommen nach Weihnachten!
Die IG Metall-Führung ging im Laufe der Zeit immer weiter mit ihren Zugeständnissen. Am 2.12.05 gab sie auf einer Betriebsversammlung bekannt, dass sie zur Beschäftigungssicherung nur eine garantierte Produktionszahl von 800.000 Stück gefordert hat. Dies würde bedeuten, dass von den insgesamt 1.700 Arbeitsplätzen ca. 800 wegrationalisiert werden.
Das Angebot der Arbeitszeitverlängerung, mit der die Elektrolux-Kapilalisten nach Plänen der IG Metall neun Millionen Euro auf Kosten der Kolleginnen und Kollegen einsparen sollen, führt dazu, dass 800 Arbeiter und Arbeiterinnen ihre Arbeitsplätze verlieren.
Gleichzeitig wurde bereits für 477 Kolleginnen und Kollegen in einem Bereich eine Vereinbarung mit den Kapilalisten getroffen, die deren Arbeitsplätze nur noch bis zum 30.6.06 garantiert. Die IG Metall-Führung verkauft dies als Erfolg, da Elektrolux gefordert hatte, die 477 Arbeiter und Arbeiterinnen bereits im Dezember 2005 zu entlassen. In Wirklichkeit bedeutet es aber den Versuch der Spaltung der Belegschaft.(…)

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