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90 Jahre Sieg der sozialistischen Oktoberrevolution in Rußland:

9-10/07 September-Oktober 2007

90 Jahre Sieg der sozialistischen Oktoberrevolution in Rußland:
9-10/07 September-Oktober 2007
Der siegreiche bewaffnete Aufstand des Proletariats gegen die Bourgeoisie Die sozialistische Oktoberrevolution, die am 24. Oktober 1917 in Rußland begann und in “zehn Tagen die Welt erschütterte”, wurde ohne Frage jähre-, ja jahrzehntelang vorbereitet. Die Oktoberrevolution hat gezeigt, daß ein siegreicher bewaffneter Aufstand in einem Land wie Rußland mit seinen 3 Millionen Arbeiterinnen und Arbeitern und seinen 100 Millionen werktätigen Bäuerinnen und Bauern wirklich erfolgreich sein kann, auch wenn dieser Aufstand nur ein Schritt auf dem langen Weg der sozialistischen Revolution war. Deshalb ist es von großer Bedeutung, die konkreten Bedingungen, das dahinterstehende Programm, die Strategie und Taktik für diese “Zehn Tage, die die Welt erschütterten” genau unter die Lupe zu nehmen.
In der Darstellung bürgerlicher Beobachter stürmten “bewaffnete Bolschewiken” den Winterpalast.
Wer jedoch genauer hinschaut, wird erkennen, daß dies nicht aus “heiterem Himmel” geschah, sondern daß nicht nur eine Fülle von Vorbedingungen vorhanden waren, dass es eine mindestens 20jährige Vorbereitungzeit gab, nicht zuletzt die Erfahrungen der verlorenen Revolution von İ 905 und die Februarrevolution von 1917 ausgewertet worden waren, sondern dass zu diesem Zeitpunkt auch ein ganz bestimmtes politisches Kräfteverhältnis gegeben war. Wie es zu diesem politischen Kräfteverhältnis kurz vorder Oktoberrevolution kam, ist nicht möglich zu verstehen, ohne zumindest die unmittelbare Vorgeschichte der Oktoberrevolution und die damalige Lage international und in Rußland kurz zu betrachten.
Vorbereitung des Oktoberaufstands I:
Von der Februarrevolution 1917 bis zum August 1917 Der imperialistische Erste Weltkrieg, der 1914 begann, war ein bis dahin in Ausmaß und Brutalität nicht dagewesenes imperialistisches Gemetzel, das von allen imperialistischen Großmächten verursacht worden war und in ganz Europa bis nach Rußland, in Teilen Asiens und Afrikas wütete mit insgesamt 10 Mio. toten Soldaten, 20 Mio. Verwundeten und 3,5 Mio. invaliden. Allein aus Rußland wurden İ ,7 Mio.
Soldaten an der Front niedergemetzelt. In Rußland selbst herrschten als Folge des Krieges 1917 schon seit über drei Jahren Hunger, Epidemien und Krankheiten. Der Zarismus hatte ein brutales Unterdrückungs- und Hungerregime errichtet.
Dann kam die Februarrevolution. Im bewaffneten Kampf wurde der zaristische Staatsapparat insbesondere Armee und Polizei – zwar nicht vollständig, aber in Teilen zerschlagen oder zum Teil lahmgelegt bzw. funktionsuntüchtig gemacht. So war die Polizei in Petrograd beispielsweise teils zerschlagen, teils aufgelöst worden, große Teile der Armee-Truppen waren demoralisiert und zerrütet, ja Teile der Soldaten gingen unter dem Einfluss der bewaffnet kämpfenden Arbeiterinnen und Arbeiterin! Verlauf der Februarrevolution auf die Seite der Aufständischen Uber. Gab es am 26. Februar gerade mal 600 Überläufer aus der zaristischen Armee, so waren es am 1.
März schon 170.000 (Geschichte des Bürgerkrieges in Rußland, Verlag Olga Benario und HerbertBaum, Band I, S. 106). Der Zarismus wurde gestürzt, aber die Bourgeoisie und die Gutsbesitzer blieben und führten den imperialistische Krieg weiter.
Als Ergebnis der Februarrevolution entstanden Sowjets der Arbeiter- und Soldaten (die Soldaten waren in der Mehrheit Bauern). Große Massen der revolutionären Arbeiterinnen und Arbeiterwaren bewaffnet und es bestanden umfangreiche Möglichkeiten, diese Bewaffnung weiter auszudehnen. Jedoch gelang es den bürgerlichen Parteien der Menschewiki und Sozialrevolutionäre, in den Sowjets die Mehrheit gegen die Bolschewiki zu stellen. Gleichzeitig errichtete die konterrevolutionäre Bourgeoisie ihre eigene Regierung, die sogenannte “Provisorische Regierung”. So begann die Phase der sogenannten “Doppelherrschaft”. Diese war dadurch gekennzeichnet, daß es beides gleichzeitig und nebeneinander gab: die Sowjets der Arbeiter und Soldaten einerseits und die Diktatur der konterrevolutionären Bourgeoisie andererseits.
Die Bolschewistische Partei nahm ab April 1917 Kurs auf den Übergang zur proletarischen Revolution. Das Programm der proletarischen Revolution bestand im Kern aus folgenden Zielen: Stura der Bourgeoisie, bewaffnete Zerschlagung des bürgerlichen Staatsapparats und Errichtung der Diktatur des Proletariats in Form von Sowjets, Enteignung der Banken und Großbetriebe, schrittweiser Aufbau des Sozialismus im ganzen Land. Außerdem mußten nicht gelöste demokratische Aufgaben der durch die Februarrevolution begonnenen bürgerlichen Revolution (wie etwa die Enteignung der Gutsbesitzer, die Nationalisierung des Grund und Bodens und die Beseitigung der nationalen Unterdrückung) vollendet werden. Schließlich war eine entscheidende demokratische Forderung die Beendigung des imperialistischen Krieges, insbesondere auch für die Gewinnung der Bündnispartner.
Im Mai 1917 gingen Menschewiki und Sozialrevolutionäre in das Lager der- konterrevolutionären Bourgeoisie über, indem sie sich an der konterrevolutionären bürgerlichen Regierung beteiligten, die im Juni 1917 eine neue militärische Offensive im Rahmen des Ersten Weltkriegs startete. Diese Offensive scheiterte. Hunderttausende Soldaten Rußlands wurden niedergemetzelt. Dies verstärkte den Kampf für die Beendigung des imperialistischen Kriegs.
Die Bolschewistische Partei kämpfte Seite an Seite mit den ausgebeuteten Massen gegen den imperialistischen Krieg, für die Umwandlung des imperialistischen Kriegs in den Bürgerkrieg sowie für den Sturz der “eigenen” herrschenden Klassen. Die Bolschewiki trugen ihre Losungen in diese demokratischen Kämpfe, vereinigten sie zu einem einheitlichen revolutionären Kampf. Sie mobilisierten die Arbeiterklasse für den Kampf für die sozialistische Revolution, für sozialistische Ziele und machten klar, daß alle diese Ziele, demokratische oder sozialistische, nur durch den Sturz der Bourgeoisie im bewaffneten Aufstand zu erreichen sind. Sie organisierten Aktionen wie etwa die Juni-Demonstration mit 400.000 Teilnehmerinnen undTeilnehmem in Petrograd unter Losungen wie “Alle Macht den Sowjets !” , “Nieder mit dem Krieg!” und “Nieder mit den kapitalistischen Ministem!” und die Agitation und Propaganda unter den Arbeiterinnen und Arbeitern wurde weiter verstärkt.
Im Juli 1917 ließ die konterrevolutionäre bürgerliche Regierung, an der die menschewistisch-sozialrevoiutionäre Führung beteiligt war, eine bewaffnete Demonstration der Arbeiterinnen und Arbeiterin Petrograd niederschießen. Sie verbot die “Prawda” und andere bolschewistische Zeitungen und verhaftete Genossinnen und Genossen der Bolschewistischen Partei, die ebenfalls verboten wurde. Die “Doppelherrschaft” war zu Ende.
Angesichts dieser Tatsachen beschloß der VI. Parteitag der Bolschewistischen Partei im Juli/0ugust 1917, Kurs auf die Vorbereitung des bewaffneten Aufstands zu nehmen. Anfang August 1917 wollte die Bourgeoisie – im Bündnis mit den Gutsbesitzern und Beilage: “Die Tricks und Spekulationen der modernen Revisionisten mit einer angeblich möglichen friedlichen Entwicklung’ zum Sozialismus in Rußland 1917″ -Auszug aus “Rot Front” Nr. 11/12/13/14 von 2001/2002 “Zur,Polemik’. Die revisionistische Linie des 20. Parteitags der KPdSU (1956) und die grundlegenden Fehler der berechtigten Kritik der KP Chinas (1963)”(…)

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