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8.Mai 1945: Sieg über den Nazi-Faschismus 8.Mai 2005: Der deutsche Imperialismus, Militarismus und Revanchismus wieder auf dem Vormarsch Argumente gegen Geschichtsrevi

5-6/05_Mai/Juni 2005

8.Mai 1945: Sieg über den Nazi-Faschismus 8.Mai 2005: Der deutsche Imperialismus, Militarismus und Revanchismus wieder auf dem Vormarsch Argumente gegen Geschichtsrevi

8.Mai 1945: Sieg über den Nazi-Faschismus 8.Mai 2005: Der deutsche Imperialismus, Militarismus und Revanchismus wieder auf dem Vormarsch Argumente gegen Geschichtsrevisionismus<br/>
5-6/05_Mai/Juni 2005
Vor und am 8. Mal 2005 haben die verschiedenen Abteilungen des deutschen Imperialismus eine Art erneute Propagandaoffensive unter der Flagge der “universellen Menschenrechte” gestartet: Im pathetischen Ton wird verkündet “Ja, Hitler war wirklich böse, aber…” Es ist dieses “ABER”, um das es geht. Aber? “Aber” was? Nun, es wird die unwahre Behauptung aufgetischt, die ganze Zeit wäre es um “die Juden” gegangen, 60 Jahre lang, und nun müsse endlich die sogenannte “ganze Wahrheit” auf den Tisch:
Punkt 1: Das Leid der deutschen Zivilbevölkerung in den Bunkern. Nicht nur Anne Frank habe gelitten, so Bundespräsidenl Köhler, sondern auch der kleine Dieter im Luftschutzkeller in Deutschland.
Punkt 2: Und gar erst die deutschem Menschen, die vor der Roten Armee flohen, als der Krieg der deutschen Wehrmacht doch nicht gewonnen wurde. Vor allem die sich als “Deutsche” bezeichnenden Menschen in der Tschechoslowakei und in Polen. Die, die nach den Beschlüssen des Potsdamer Abkommens der Anti-Hitler-Koalition, der Sowjetunion, der USA, England und Frankreich nach Deutschland umgesiedelt wurden.
Punkt 3: Die “Deutschen”, so Bundespräsident Köhler, hätten eine “Begabung zur Freiheit” und so hatten sie nicht nur akribisch Juden umgebracht, sondern bis heule dies auch akribisch dokumentiert und in vorbildlicher Weise dafür “geradegestanden”. Das mache den Deutschen so leicht niemand nach. “Wir haben gutem Grund, stolz auf unser Land zu sein”, verkündet Köhler ausgerechnet am S. Mai. Nein, so Köhler, die Deutschen werden keinen Schlußstrich ziehen, jetzt geht es erst richtig los mit der Beseitigung des “Unrechts”. Und zwar des “Unrechts” gegen die Deutschen. Denn es gehe darum, “gerecht gegen das eigene Volk” zu sein und die “ganze Geschichte zu sehen”.
Also: Warum eigentlich mußte Deutschland bombardiert und dann vollständig besetzt werden, warum wurden Deutsche 1945 zu Zehntausenden in Untersuchungshaft genommen, warum wurden so genannte “deutsche Minderheiten” aus Polen und der Tschechoslowakei interniert? Die Antwort liegt eigentlich auf der Hand, wenn wirklich die “ganze Geschichte” gesehen wird.
Die Antwort İst nicht 1945 zu finden. Die Antwort ist auch nicht durch individualisierende Darstellungen des Leidens des “kleinen Dieter” zu finden. Die Antwort setzt das Wissen voraus, daß der Nazi-Faschismus 1933 in Deutschland die Regierungs- und Staatsgeschälle in Koalition mit den “Deutsch-Nationalen” im Interesse des deutschen Imperialismus übernahm und systematisch die große Mehrheit der deutschen Bevölkerung nach der Zerschlagung der Massenorganisationen der deutschen Arbeiterbewegung in den imperialistischen Raubkrieg gegen andere Völker einband.
In der Zeitspanne von 1933 bis 1938 wurde im Inneren durch Gestapo-Terror und Nazi-Propaganda, durch antisemitischen Pogrom und “Kraft-durch- Freude”-Piogramme eine solide, feste Massenbasis von nazistisch verhetzten deutschen Millionenmassen geschaffen, die nach 1939 begeistert die ersten Siege im Krieg Nazi-Deutschlands begrüßten, auch in der Zeitspanne der sich abzeichnenden Niederlage keinen massenhaften und bewaffneten Widerstand leisteten und buchstäblich bis 5 Minuten nach 12, wie der Häuserkampf in Berlin im April-Mai 1945 zeigte, den inneren oder wirklichen Eid auf Adolf Hitler nicht brachen. Ì932/33 war die KPD in Berlin noch die stärkste Partei bei Wahlen geworden, 1945 agierten die wenigen Kader der KPD mit ihrem Aufruf zum Sturz des Nazi-Faschismus weitgehend in Isolation, im Nazi-Feindesland. In keiner Stadt Deutschlands wird das ganze Ausmaß des Niedergangs der Arbeiterklasse so deutlich wie in Berlin. Noch bei der Reichstagswahl am 5. März 1933 wurde die KPD die stärkste der Parteien (KPD 31 %, SPD 23 7c, NSDAP 26 %). Am 2. Mai 1948 stellte der Chef der Informationsabteilung der “Sowjetischen Militärverwaltung in Deutschland” (SMAD), Oberst Tulpanow in einer Rundfunkansprache an die Bevölkerung Berlins fest wie die Lage im Mai 1945 war:
” … es fanden sich in keinem Teile der Stadt Leute oder gar Organisationen, die Kraft und Mühe genug besessen hätten, die Waffen umzudrehen und sich gegen Hitler zu erheben.” (Fichier, T/Ebcrle, E” “Kampf um Bosch’
*, Berlin 1974, S.34> Allein in den letzen Wochen des Kampfes um Berlin verlor die Rote Armee so noch 300.000 Soldaten, in den letzten Tagen 30.000 Soldaten, denn es mußte buchstäblich um jede Straße und um jedes Haus gekämpft werden, bis die Sowjetfahne auf dem Reichstag gehißt, bis am 879. Mai 1945 die Kapitulation der deutschen Armee unterzeichnet wurde.
Die Bombardierungen der deutschen Städte ermöglichten und erleichterten den Vormarsch der Armeen der Anü-Hitler-Koalition, jede Bombe der alliierten Luftwaffen, die nicht nur militärische Ziele traf, war eine Folge des Nazi-Krieges.
Das Potsdamer Abkommen besiegelte die – wie wir heute wissen – zeitweilige Niederlage des deutschen Imperialismus. Der Kampf eben gegen dieses Potsdamer Abkommen ist heute eine zentrale ideologische und politische Leitlinie des deutschen Imperialismus, der seit dem S. Mai 1945 bis heute dieses Abkommen nie anerkannte und auch durch den 2 plus 4 Vertrag 1990 ausdrücklich keinen Fri eden s vertrag abschloß, um nicht an die Beschlüsse des Potsdamer Abkommens gebunden zu sein.
Gehen wir der Reihe nach vor.(…)

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