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60 Jahre Bombardierung Dresdens: ein Prüfstein für die korrekte Haltung gegen Nazismus und Nationalismus!

2/05 Februar 2005

60 Jahre Bombardierung Dresdens: ein Prüfstein für die korrekte Haltung gegen Nazismus und Nationalismus!

60 Jahre Bombardierung Dresdens: ein Prüfstein für die korrekte Haltung gegen Nazismus und Nationalismus!
2/05 Februar 2005
Warum die Nazi-Festung Dresden zerstört werden _musste!_ Keinesfalls oline inneren Zusammenhang sind die beiden Demonstrationen gegen die Nato-Sicherheitskonferenz in München am 12.2. und gegen den Na zi-Aufmarsch in Dresden am 12./13. 2. 2005. In beiden Fällen gilt es vor allem dem deutschen Imperialismus, Militarismus und Revanchismus entgegenzutreten, ihn zu entlarven und zu bekämpfen. Die Kriegsbeteiligung des deutschen Imperialismus heute und seine selbständige Kriegsvorbereitung in Rivalität und Allianz mit anderen imperialistischen Großmächten wird ideologisch ja mehr und mehr mit der G esclùdi tsfälschung über den Nazi-Faschismus verbunden. Wie immer sind die offenen Nazis von der NPD die Stichwortgeber für Thesen, die seit Jahrzehnten von den anerkannten Ideologen des Revanchismus bearbeitet wurden und werden. Dabei nimmt die Lüge von der angeblich ach so “ungerechten” Bombardierung Dresdens einen Ehrenplatz ein. Es erscheint uns daher dringend nötig, möglichst umfassend diesem Lügengebäude zunächst argumentativ den Todesstoß zu versetzen.
Thesen 1. Die Bombardierung Dresdens ist nicht zufällig das Thema Nummer eins, um den Krieg der Staaten der Anti-Hitler Koalition gegen Nazi-Deutschland als Kriegsverbrechen anzuprangern.
Denn in diesem Fragenkomplex bündeln sich wesentliche Fragen, komplizierte Fragen.
Grundlegende Klarheil über den deutschen Imperialismus, den Nazi-Faschismus und den Verlauf des Zweiten Weltkrieges, sowie die Besonderheilen und Probleme der Anti-Hitler-Koalition sind Voraussetzung, um die aggressiven Lügenkampagnen der deutschen Imperialisten bekämpfen zu können, ohne nach- oder klein beizugeben. Das ist Voraussetzung dafür, dass komplizierte Probleme nicht unzulässig vereinfacht oder einfache Fragen unzulässig verkompliziert werden.
Um zu den entscheidenden Fragenkomplexen – zur Bombardierung Dresdens, zum Luftkrieg der Alliierten gegen NaziDeutschland überhaupt, sowie zur Zielsetzung der Staaten der Anti-Hitler-Koalition, Deutschland zu besetzen, um den Nazismus zu zerschlagen – fundiert Stellung beziehen zu können, ist zunächst die Geschichte der Fragestellung zu beleuchten. Diese Fragen wurden seit Beginn der Luftangriffe auf Deutschland, insbesondere in den letzten Kriegsjahren und -monaten, von Goebbels zum Zentrum der Nazi-Propaganda gemacht – und zwar nachweisbar mit dem Ziel, gerade auch jene an den Nazi-Staat und die Nazi-Wehrmacht zu binden, die nicht mehr an die Nazi-Ideologie und auch nicht mehr an den “Sieg Deutschlands” glauben.
2. Dass die Propagandamaschinerie Goebbels gut geölt war und sehr große Erfolge gerade auch bei den “normalen” Deutschen hatte – soll heißen, bei jenen, die keine wichtige Funktion im Nazi-Apparat hatten – zeigte sich am krassesten in den letzten Wochen und Tagen des Krieges. Aufgrund des weltgeschichtlich noch nie dagewesenen Ausmaßes an reaktionärer Verhetzung, an Verbohrtheit und Charakterlosigkeit war die große Mehrheit der deutschen Bevölkerung, nicht in der Lage, den Krieg von sich aus zu beenden und die Nazi-Führung zu stürzen.
3. Nach dem Krieg, nach 1945, wurde ohne wirkliche Unterbrechung bis heule das Thema “Bombardierung Dresdens” ohne Unterlass gepflegt und gehegt. Die Analyse der Artikel und Bücher zu diesem Thema zeigt, dass sie – mit ganz wenigen Ausnahmen – nicht nur in der Tradition von Goebbels mit Lügen Uber die Bombardierung Dresdens selbst und über die Zusammenhange, die dazu führten, arbeiten, sondern frontal den Luftkrieg der Alliierten als “barbarisch” angreifen. Dabei wird vor allem ein zentrales Ziel verfolgt: Mit der “Aber-die-anderen-haben-doch-auch”-ldeologie wird die Rechtmäßigkeit des Befreiungskrieges der Staaten der Anti-Hitler-Koalition überhaupt bestritten. Die verbrecherischen und mörderischen Kriegsanstrengungen der Nazi-Armee gerade auch in den letzten Monaten des Krieges werden damit verleidigt und gerechtfertigt. Deutschland wird als “Opfer” eines angeblichen “Angriffs” der Alliierten dargestellt.’” Die welthistorische Schande des “Durchhaltens” der Mehrheit der deutschen Bevölkerung auf der Linie der Nazi-Propaganda bis buchstäblich zur letzten Minute des Krieges soll beschönigt oder gar gerechtfertigt werden.
Es ist daher auch kein Zufall, dass der heute führende “Historiker” der international operierenden Nazis, D. Irving, für den deutschen Markt in den 60er und 70er Jahren gleich drei Bücher über Dresden und den Luftkrieg veröffentlichte und die Bombardierung Dresdens als “Kriegsverbrechen” diffamierte, ehe er vor der Weltöffentlichkeit die Existenz der Nazi-Vernichtungslager als “Auschwitz-Lüge” bezeichnete.
Zunächst zu Auschwitz schweigen und umso mehr zu Dresden das Maul aufreissen – das war die Taktik von D. Irving, bevor er offener und direkter Nazi-Positionen einnahm.
4. Warum verstehen manche Jugendliche heute unter dem Einfluss der bürgerlichen Presse und der anderen bürgerlichen Medien gerade den Komplex “Dresden” ganz und gar nicht, wenn sie auch sonst in vielen Fragen den bürgerlichen Medien gegenüber kritisch eingestellt sind?
Ausgangspunkt für eine ruhige, überzeugende Erklärung und Begründung ist ein prinzipielles Verständnis dafür, dass die Völker überfallener Länder, die ausgeraubt und versklavt werden oder werden sollen, das Recht haben, sich zu wehren, das Recht haben, einen Verteidigungskrieg zu führen, einen Krieg, der ganz und gar berechtigt, ja gerecht ist.
Das ist der allererste und noch relativ einfache Schritt als Voraussetzung, um den zweiten Schritt zu verstehen: Es genügte ganz offensichtlich nicht, die Nazi-Wehrmacht lediglich wieder zurück nach Deutschland zu jagen und somit das eigene Land von den Nazi-Mördern zu befreien. Warum war das nicht ausreichend, ja absurd? Aus dem einfachen Grund, weil die Nazis und ihre Militärmaschinerie sich auf dem Gebiet Deutschlands hätten erholen können, um den Krieg erneut mit ganzer Macht weiterzuführen, das war der Hauptgrund für die weilerreichenden Kriegsziele der Anti-Hitler-Koalition; eine wirkliche Beendigung des Krieges auf der Basis der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands nach der Zerschlagung des Nazi-Staates und vor allem der Nazi-Armee. Dies war der entscheidende, wenn auch nicht der einzige Grund, warum die Staaten der Anti-Hitler-Koalition die Grenzen Deutschlands überschreiten, Deutschland besetzen mussten. Somit ergab sich das Problem, dass alliierte Soldaten auf “deutschem Boden” kämpfen mussten. Damit war auch klar, dass die Nazis eine große Möglichkeit erhielten, die Bevölkerung weiter an Nazi-Deutschland zu binden, ihren Aggressionskrieg gegen andere Völker “umzubenennen” in einen “Verteidigungskrieg”, einen angeblich nun sowieso “gerechten” Krieg angesichts der Offensive der Staaten der Anti-Hitler-Koalition.
5. Eine solche Situation wäre nur dann vermeidbar gewesen, wenn sich Stalins Hoffnung zu Anfang des Krieges, dass es aufgrund revolutionärer Traditionen in der deutschen Arbeiterbewegung zu einer Erhebung der anlinazislischen Kräfte in Deutschland kommen würde – erleichtert durch die harten Schläge der Partisanen und alliierten Armeen gegen die Nazis – erfüllt hätte (Siehe Stalin, Werke Band 14, S. 255/256). Als aber klar war und klar wurde, dass mit einer solchen Erhebung nicht zu rechnen war (selbst in der Kriegsgefangenschaft zeigte sich, dass die Mehrheit der vielzilierien “einfachen deutschen Landser” – vollgesogen mit Nazi-Ideologie – nicht bereit war, gegen die NaziVerbrecher zu kämpfen), blieb als realistisches Ziel zur Beendigung des Krieges und der Befreiung Europas und Deutschlands vom Nazi-Faschismus nur die Perspektive der vollständigen Besetzung Deutschlands durch die regulären Armeen der Staaten der Anti-Hitler-Koalition als Grundbedingung für die vollständige Kapitulation Nazi-Deutschlands.
6. Nur wer das Ziel der vollständigen Besetzung Nazi-Deutschlands als berechtigt anerkennt, hat

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