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2011

Es geht nicht nur um Sarrazin (Teil 4): Die „genetisch Guten“ stehen zu Recht oben: Eugenik, Herrenmenschenideologie und Antikommunismus

Es geht nicht nur um Sarrazin (Teil 4):  Die „genetisch Guten“ stehen zu Recht oben: Eugenik, Herrenmenschenideologie und Antikommunismus

In Verbindung mit seiner Hetze gegen Hartz-IV-Empfänger und seiner anti-islamischen und anti-muslimischen Hetze entwickelt Sarrazin ein ganz bestimmtes pseudowissenschaftliches Fundament für sein extrem reaktionäres Gedankengebäude. Biologismus und Sozialdarwinismus, Teils in neuen Formen, Teils als Rückgriff auf biologistisch-rassistische Vorläufer der Nazis werden mobilisiert, um zu „begründen“, dass die Oberen, die Geld und Macht haben, nicht zufällig oben seien, sondern wegen der „angeborenen Ungleichheit der Menschen“, weil sie von Geburt an angeblich schlauer, fleißiger und besser seien als die große Masse der von Geburt an angeblich Dummen und  Faulen. Ebenso sei es „logisch“ und „natürlich“, dass die angeblich „klügeren Völker“ die angeblich „Dümmeren“ dominieren und kolonialisieren.

2010

Es geht nicht nur um Sarrazin (Teil 2): Warum der Rassist Sarrazin gezielt auf Hartz-IV-Betroffene losgeht Sarrazins Programm: „Konsequent durchgesetzter Arbeitszwang“

Es geht nicht nur um Sarrazin (Teil 2):  Warum der Rassist Sarrazin gezielt auf Hartz-IV-Betroffene losgeht Sarrazins Programm: „Konsequent durchgesetzter Arbeitszwang“

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, daß Sarrazin durch schamlose Redensarten provoziert. Wie Marie-Antoinette, die Frau von Ludwig XVI, die im 18. Jahrhundert angesichts der Forderung der Hungernden nach Brot erklärt haben soll: „Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen!“ (nebenbei: sie und ihr Gemahl wurden während der Französischen Revolution für ihre Verbrechen zur Rechenschaft gezogen), so provoziert Sarrazin mit Sprüchen und Verallgemeinerungen wie  „Wenn den Hartz-IV-Betroffenen das Heizgeld nicht reicht, sollen sie eben einen dickeren Pullover anziehen.“ oder: „Wenn sie nicht soviel rauchen und saufen würden, hätten sie auch keine finanziellen Probleme“ usw. Unserer Meinung nach ist es von ganz besonderer Wichtigkeit, solche dummen und arroganten Provokationen zu brandmarken, aber sich auch nicht davon ablenken zu lassen. Denn es geht dem Rassisten Sarrazin um ein im Einzelnen doch schwer zu durchschauendes Ränkespiel: Einerseits prügelt er auf die „biologisch-genetisch verdorbene Unterschicht“ in Deutschland ein, um dann gleichzeitig das Angebot zu entfalten, noch stärker auf aus seiner Sicht „nicht-deutsche“ Gruppierungen einzuschlagen. Es sei an dieser Stelle nochmals betont, auch wenn wir uns wiederholen: Bei der „Sarrazin-Debatte“ geht es nicht um Sarrazin als Einzelperson. Es geht vielmehr um den Vormarsch einer reaktionären Ideologie, die von den bürgerlichen Medien in Deutschland medial inszeniert und flankiert wird und die im engen Zusammenhang mit den aktuellen und langfristigen Zielen des deutschen Imperialismus steht.