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11/05 November 2005 Die Stärke der erfolgreichen Aktion gegen den NPD-Aufmarsch in Güttingen am 29.10,2005

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11/05 November 2005 Die Stärke der erfolgreichen Aktion gegen den NPD-Aufmarsch in Güttingen am 29.10,2005

11/05 November 2005 Die Stärke der erfolgreichen Aktion gegen den NPD-Aufmarsch in Güttingen am 29.10,2005
Militanter Kampf gegen Nazis und Polizei mit Unterstützimg durch ein Bündnis antinazistischer Kräfte Unter dem Schutz von 3.800 Polizisten wollten die NPD-Nazis am 29. Oktober 2005 triumphierend durch Göttingen ziehen. Dort war ihnen seit Jahren schon kein Aufmarsch mehr gelungen. Durch den Protest und den Widerstand von mehr als 5.000 Antifaschistinnen und Antifaschisten, vor allem aber durch den militanten Kampf von zirka 1.000 kämpferischen Antifas konnte dies allerdings weitgehend verhindert werden! Zwei Gründe halten wir für wesentlich:
Erstens: Durch die Fülle gut koordinierter und überlegter militanter Aktionen, die umfassende Blockade der Nazi-Route mit großteils brennenden Barrikaden, die breite Entschlossenheit, sich der Polizei entgegen zu stellen, konnten die zirka 250 Nazis auch unter massivem Polizeischutz ihren geplanten Marsch nicht durchziehen.
Zweitens: Die viele Tausend antifaschistische Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter und andere antifaschistisch eingestellten Menschen, die auf der Straße waren, ließen sich nicht gegen die militanten Aktionen ausspielen. Sie brachten vielfach ihre Sympathie zum Ausdruck, andere verhielten sich zumindest neutral und zum Teil gab es direkte Unterstützung der kämpferischen Aktionen.
Die Auswertung und Propaganda der Erfahrungen des Kampfes gegen die Polizei und die Nazis am 29. Oktober 2005 in Göttingen ist unserer Meinung nach sehr wichtig für die Debatte des weiteren Perspektive des Kampfes gegen die Nazis und die staatliche Faschisierung, gegen Rassismus und deutschen Chauvinismus – gerade auch als Bestandteil des weitergehenden Kampfes für die Zerschlagung des deutschen Imperialismus überhaupt.
In Göttingen hat sich an diesem Tag wieder gezeigt:
Die rund 250 Nazis wären eigentlich nicht das große Problem gewesen. Ohne den geballten Polizeischutz hätten diese von vornherein keinerlei Chance für ihren Auftritt gehabt. Den deutschen Imperialisten geht es jedoch darum, und wenn es sein muss mit Tausenden von Polizisten, überall in Deutschland die Nazi-Aufmärsche als “Normalität” durchzusetzen.
Dass es trotz der Anwesenheit von fast 4.000 Polizisten aus acht Bundesländernauf diese Weise gelungen ist, den Nazi-Aufmarsch weitgehend zu verhindern, hat die Polizeiführung, Politiker und Medien besonders “beunruhigt”. Sie hetzten danach gegen die militanten Aktionen mit dem gemeinsamen Tenor: nicht die “friedlichen Nazis” seien das Problem, sondern die “gewaltbereiten Antifas”. Die Justiz hat i nzwischen bereits über 50 Strafverfahren gegen Antifas eingeleitet. Ihnen gehört unsere besondere Solidarität.
Der gut vorbereitete und durchgeführte Protest und Widerstand gegen die Nazis Nachdem die NPD-Nazis im April 2005 in Verden, am 18. Juni 2005 in Braunschweig und am 3. September 2005 in Oldenburg unter massivem Polizeischutz aufmarschie ren konnten, wobei die Polizei besonders “‘^ in Braunschweig brutal gegen die Antifas mm vorging, sollte der Nazi-Aufmarsch am 29.
H Oktober 2005 in Göttingen die Reihe der III Aufmärsche fortsetzen, welche der NPD Jl|| Landesverband Niedersachsen in letzter ^ : durchgeführt hatte. Nach Göttingen mfi tarnen vor allem Nazis aus Norddeutsch land, Thüringen und Nordrhein-Westfalien, ill ^arunter ^er Anführer der “Freien Kame SB radschaften” Christian Wore h sowie Thors H ten Heise.
Das Oberverwaltungsgericht in Lüne burg sowie die Stadt Göttingen hatten den Nazis einen Sieben-Kilometer-Marsch durch Göttingen genehmigt, der mit 3.800 Polizisten aus acht Bundesländern durchgesetzt werden sollte. Dagegen mobilisierte besonders die Göttinger “Antifaschistische Linke International” zusammen mit dem aus 60 Organisationen und Initiativen (u.a.IG Metall Verwaltungsstelle Göttingen, Ver.di Jugend Niedersachsen/Bremen, Initiative Bleiberecht, Jüdisches Lehrhaus) bestehenden “Bündnis gegen rechts”.
Bereits die Anreise der Nazis wurde in Norddeutschland von Antifaschistinnen und Antifaschisten behindert.
In Hannover fanden sich so viele Antifas am Bahnsteig ein, dass die Polizei den wenigen Nazis empfahl, diesen Zug nicht zu nehmen. Auch Züge aus Hamburg und Lüneburg konnten die Nazis nicht nehmen.(…)

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